"Oberstes Ziel"

Familienministerin will Kindergarten-Betreuungszeiten stark ausbauen

Familienministerin Claudia Bauer macht in den Osterferien eine wichtige Kindergarten-Ansage für alle Eltern. Die flächendeckende Kinderbetreuung mit ordentlichen Öffnungszeiten soll kommen. oe24 zeigt Zahlen und Fakten zur Betreuung.

Ferien, gerade auch die Osterferien, sind für berufstätige Eltern eine große Herausforderung. Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) sagt via oe24 dazu: „Es ist eine Tatsache, dass viele Kinderbetreuungseinrichtungen, egal ob Kindergärten oder Horte an Schulen, in den Ferien geschlossen bleiben. Und das bringt große Herausforderungen für berufstätige Eltern“. 

Das oberste Ziel

„Unser oberstes Ziel muss flächendeckende Kinderbetreuung mit ordentlichen Öffnungszeiten sein, da sind wir aber noch nicht angekommen“, gibt die Familienministerin zu. 

Dank an helfende Hände

„Derzeit sind viele berufstätige Eltern während der vielen Ferientage auf flexible Arbeitgeber, Omas, Opas und ehrenamtliche Vereine angewiesen." Allen helfenden Händen dankt sie. Und sagt an: "Wir arbeiten gemeinsam mit den Ländern und Gemeinden mit Hochdruck am Ausbau von Kinderbetreuungsmöglichkeiten, aber bis dahin lassen sich Ferien nur mit vielen helfenden Händen überbrücken“.  

Zahlen und Fakten zur Betreuung

Seit Beginn der Kostenbeteiligung des Bundes im Jahr 2008 sind bereits erste Erfolge zu verbuchen:

  • rund 99.700 Kindergartenplätze wurden geschaffen
  • Besuchsquote bei unter 3-Jährigen dadurch weit mehr als verdoppelt (von 14 % auf 36,9 %). Hier gibt es noch viel zu tun.
  • Derzeit werden 107.453 Kinder unter 3-Jahren in Österreich betreut. 
  • Bei 3- bis 6-Jährigen ist die Besuchsquote von 86,6 % auf 94,6 % gestiegen. Allerdings verbringen viele nur ein Jahr im Kindergarten.

Aktuell werden österreichweit insgesamt 327.763 Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren institutionell betreut. Derzeit ist nur das letzte Kindergartenjahr verpflichtend.  

Zusätzliches Pflichtkindergartenjahr 

Im Regierungsprogramm hat man sich auf ein zusätzliches Jahr, sprich gesamt 2 Jahre geeinigt. Das wäre auch für Kinder wichtig, die derzeit mit mangelnden Deutschkenntnissen in die Volksschule kommen.

"Was ist bei Kindergärten, wo Fremdsprachen gesprochen werden?", fragt oe24 nach: Müssen da auch Deutsch-Lernstunden eingebaut werden? Die Antwort: Ja, wenn der Kindergarten Bundesförderungen erhält lt. 15a Vereinbarung. Dann sind Sprachstandsfeststellungen und entsprechende Deutschfördermaßnahmen durchzuführen, heißt es aus dem Ministerium.

 Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine der größten Sorgen von jungen Familien  

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine der größten Sorgen von jungen Familien und damit auch eine der obersten Prioritäten der Familienpolitik in Österreich. Deshalb muss es hier auch in der kommenden Vereinbarung zwischen Bund und Ländern einen eindeutigen Schwerpunkt geben“, so Familienministerin Claudia Bauer.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten