''Furie'' und  ''Judaslohn'': Ton im Nationalrat immer härter

9 Ordnungsrufe in 3 Sitzungen

''Furie'' und ''Judaslohn'': Ton im Nationalrat immer härter

Allein in den letzten drei Sitzungen des Nationalrats gab es neun Verwarnungen. Am häufigsten gerügt wurde die FPÖ.

Die FPÖ führt die Ordnungsruf-Liste mit 17 Er­mahnungen an. Fast die Hälfte davon entfallen auf einen Redner: Klubchef Herbert Kickl. Sieben Ordnungsrufe erhielt er für Sager wie „Rollkommandos“ oder „Judaslohn“. Sogar Norbert Hofer als Dritter Nationalratspräsident zügelte Kickl, als dieser VdB Amtsmissbrauch vorwarf.

Die ÖVP hat sich vier Ordnungsrufe eingefangen, die Grünen bekamen zwei. Ein Ordnungsruf ging an Neos-Mandatar Margreiter, kein einziger an die SPÖ.

Der schlimmste Sager kam vom Tiroler Franz Hörl (ÖVP). Er nannte Dagmar Belakowitsch (FPÖ) „Furie“. Belakowitsch kassierte einen Ordnungsruf für „eine Blockwartmentalität“. Gerügt wurde auch Michel Reimon (G): „Die einzige Bevölkerungsgruppe, vor der man sich wirklich fürchten muss, die eine höhere Kriminalitätsrate als die Afghanen hat, das sind doch die Freiheitlichen.“

Wer kassierte die Ordnungsrufe?

  • H. Kickl (FPÖ) - 7
  • W. Zanger (FPÖ) - 2
  • H. Amesbauer (FPÖ) - 2

1 Ordnungsruf haben: Schmiedlechner (FPÖ), Belakowitsch (FPÖ), Wurm (FPÖ), Graf (FPÖ), Hafenecker (FPÖ), Lopatka (ÖVP), Hörl (ÖVP), Steinacker (ÖVP), Gerstl (ÖVP), Koza (Grüne), Reimon (Grüne), 
Margreiter (Neos)

(bra)



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