Ludwig

FSG-Boss über Häupl-Nachfolge

Meidlinger spricht sich für Ludwig aus

Knalleffekt bei Häupl-Nachfolge: Rote Gewerkschaft mit 80 Prozent für Ludwig.

Das ist wohl die Entscheidung im Kampf um die Häupl-Nachfolge in der Wiener SPÖ: Bei einer Abstimmung unter den 20 Präsidiumsmitgliedern der SPÖ-Gewerkschafter gab es laut Insidern „fast 80 Prozent für Michael Ludwig“. Dieser hatte bei einem Hearing offenbar überzeugt, sein Gegenkandidat, Klubchef Andreas Schieder fiel durch.

Mehrheit

Laut FSG-Chef Christian Meidlinger gibt es auch unter den Delegierten am Landesparteitag eine deutliche Mehrheit für Ludwig. Meidlinger erklärt: „Auch ich werde Ludwig wählen, weil er einfach mehr kommunalpolitische Erfahrung hat.“

Entscheidung?

Hatte Ludwig schon bisher bis zu 100 Stimmen Vorsprung, liegt er nun um 120 bis 140 Stimmen voran – sollte das FSG-Votum halten.

Häupl greift ein

Während Ludwig cool sein Programm durchzieht – Mittwoch präsentiert er mit Ärzte-Chef und Rauchverbots-Volksbegehrer Thomas Szekeres ein Paket für Arztpraxen im Gemeindebau –, macht sich im Schieder-Lager Frust breit.

Diese Woche gibt sogar Bürgermeister Michael Häupl seine Neutralität auf – er will Schieder auch medial offen forcieren.

Rechenfehler

Und Schieder? Er griff zuletzt Ludwigs „laxe“ Gemeindebau-Pläne an. Schieder will 25.000 Gemeindewohnungen bis 2025 bauen und sie per „Leerstandsabgabe“ finanzieren. Ein Faktencheck zeigt: Das ist unmöglich – die Stadt müssste 1,75 Milliarden Euro (inklusive Darlehen) investieren. Aus 10 % der Miete für die Leerstandsabgabe bei 10.000 nicht vermieteten Wohnungen fließen maximal 40 Millionen bis 2025 in die Stadtkasse. Da fehlt eine zehnstellige Summe...

SPÖ streicht fünf Bewerber von Wahlliste

Jetzt ist es fix: Der Kampf um die Häupl-Nachfolge als Landesparteichef der Wiener SPÖ und Bürgermeister bleibt bis zum Landesparteitag am 27. Jänner ein Zweikampf: Favorit Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Herausforderer Andreas Schieder sind die einzigen Kandidaten geblieben, wie die Partei gestern nach der Sitzung der Wahlkommission mitteilte.

Streichung

Die von ÖSTERREICH angekündigten mehr oder weniger seriösen Außenseiter gab es zwar bis Ende der Nennfrist am Freitag, insgesamt fünf Bewerber wurden von der Wahlkommission gestern aber nicht zugelassen. Vier davon seien nämlich gar keine Parteimitglieder, ein Kandidat wollte nur für seine Bewerbung beitreten. Auf den Stimmzetteln werden damit nur zwei Namen stehen: Ludwig und Schieder. Der Sieger ist neuer Landesparteichef und übernimmt im Laufe des Frühjahrs auch den Bürgermeistersessel von Michael Häupl.

Spontan

Weiterhin im Raum steht freilich eine Kandidatur am Landesparteitag selbst. Dort ist die Hürde aber hoch: Zwei Drittel der 981 Delegierten müssten dem Antreten zustimmen. Insgesamt wären dort also 654 Unterstützer notwendig, um noch ins Rennen um den Spitzenplatz in der Wiener SPÖ einzusteigen. Erfolgsaussichten gering...



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