Köstinger will alles öffnen, Ludwig stufenweise

Harter Kampf um Öffnungen

Am Mittwoch legen Regierung und Länderchefs den Fahrplan für Öffnungen fest.

Wien. Nach der Angelobung und Regierungserklärung widmet sich Türkis-Grün wieder dem Pandemie-Management und bittet am Mittwoch die Länder-Chefs zum Öffnungs-Gipfel. Und das wird höchste Zeit, da Hoteliers und Gastronomen seit Tagen einen Fahrplan fordern. Tenor: Alles soll öffnen. In diesen stimmen auch Tourismus-Ministerin Köstinger und Tirols Landes-Chef Platter ein – obwohl es nicht das erste Mal ist, dass er vor einen Gipfel Forderungen stellt, die nicht erfüllt werden.

Stufenplan. Vize-Kanzler Kogler, Wien-Chef Ludwig sowie Experten wollen hingegen nur stufenweise und mit strengen Regeln zurück in die Normalität. Spannend wird auch, ob die Lockerungen regional unterschiedlich aussehen werden.

Experten: Osten kann öffnen, Westen nicht

Regionale Lockerungen. Zwar sinken die Neuinfektionen (s. u.). Laut der aktuellen Corona-Lage steht der Osten – Wien liegt bei einer Inzidenz von 356,1, Burgenland bei 410,1 – besser da als der Westen – Tirol (Inzidenz 754,8) – und vor allem Kärnten (Inzidenz 1.325,2).

Eines hat OÖ-Landeschef Stelzer schon Ende letzter Woche klargestellt: Sein Bundesland und Salzburg werden bis 17. 12. im Lockdown bleiben. Gut möglich, dass dies der Kompromiss auch für Tirol und Vorarlberg sein kann – und alle im Westen gleichzeitig aufsperren.

Stufenweise Öffnungen bis zur Impfpflicht

  • Shops ab 13. 12.: Der Handel und auch die körpernahen Dienstleister können sich also auf Öffnung ab 13. Dezember vorbereiten. Fix ist auch: Nur Geimpfte dürfen mit FFP2-Maske shoppen.
  • Kontaktbeschränkung: Auch die Ausgangsbeschränkungen werden vor Weihnachten noch gelockert werden. Aber: „Weihnachten nur mit 2G“ lautet hier das Motto.
  • Tauziehen um Gastro & Hotels. Gastronomie und Hotels müssen weiter zittern. Spätestens ab 26. 12. kann es losgehen – mit Sperrstunde und 2G plus?
  • Nachtgastro: Bars und Clubs bleiben wohl in einer längeren Winterpause – ob sie mit 2G plus (mit PCR-Test) starten dürfen, ist fraglich.
  • Ungeimpfte im Lockdown: Für Ungeimpfte dauert der Lockdown sicher noch bis nächstes Jahr und könnte erst mit der Impfpflicht ab 1. Februar enden.


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