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Van der Bellen: ''Ich fürchte mich vor gar nichts''

Der amtierende Bundespräsident Alexander Van der Bellen sieht den sinkenden Umfragewerten gelassen entgegen und erklärt in der ZIB2, warum er sich keinem TV-Duell stellt. 

Bundespräsident Van der Bellen sorgte mit seiner Entscheidung, sich im Hofburg-Wahlkampf keinem TV-Duell stellen zu wollen, für Aufregung. Dennoch bleibt er bei der Entscheidung, wie er in der ZIB2 am Dienstagabend bekräftigte. Die Menschen hätten in den vergangenen 5,5 Jahren viel Zeit zu beobachten, wie er in Situationen reagiere und entscheide - und es gab viele Situationen, die so "noch nie da waren", betonte Van der Bellen in Anspielung auf den Ibiza-Skandal. "Da konnte sich jeder ein Bild machen." Und: "Das sollte Ausweis genug sein." Außerdem hätte keiner seiner Vorgänger bei einem Wiederantritt ein TV-Duell absolviert. 

Auch die fallenden Umfragewerte (oe24 berichtete) sieht VdB gelassen. Wie oe24 vor rund einer Woche berichtete, käme Van der Bellen laut einer aktueller Lazarsfeld-Umfrage für ÖSTERREICH (1.000 Interviews vom 5. bis 6. 9., maximale Schwankung 3,16 %) derzeit auf nur 45 % – das ist ein Absturz von immerhin fünf Prozentpunkten. "Ich fürchte mich einmal vor gar nichts", so Van der Bellen auf seine Umfragewerte angesprochen.  Es würde ihn aber "sehr freuen", wenn er bereits am 9. Oktober eine Mehrheit erhalten würde. Für wie wahrscheinlich er eine Stichwahl hält? "Über Wahrscheinlichkeiten spekuliere ich überhaupt nicht", so der Bundespräsident - aber er würde sich auch einer Stichwahl stellen.