Knalleffekt: Hofer wirft als FPÖ-Chef hin

Rücktritt kam überraschend

Knalleffekt: Hofer wirft als FPÖ-Chef hin

Paukenschlag in der FPÖ: Nobert Hofer tritt als FPÖ-Chef zurück. Dritter  National­rats-Präsident bleibt er aber. Dies bestätigt Hofer gegenüber ÖSTERREICH. 

Erst am Dienstag ist Hofer aus der Reha in Baden bei Wien in sein Parlamentsbüro zurückgekehrt – am Nachmittag dann der Paukenschlag: Norbert Hofer gibt nach nicht einmal zwei Jahren die Führung der FPÖ ab. 

Rücktritt wegen Streit mit Kickl

Hofer bestätigte seinen Rücktritt gegenüber ÖSTERREICH: „Ich bin heute aus der Reha zurückgekommen und habe mir das alles genau überlegt.“ Ob der plötzliche Rücktritt mit dem Streit zwischen ihm und Klubobmann Herbert Kickl zusammenhängt? „Ja natürlich, ich lasse mir nicht jeden Tag ausrichten, dass ich fehl am Platz bin.“

"Ich bleibe 3. Nationalratspräsident" 

Hofer will aber Dritter Nationalratspräsident bleiben, wie er gegenüber ÖSTERREICH unterstrich: „Ich bleibe bis zur Wahl in dieser Funktion – das war es dann auch schon.“ Ob er zur Bundespräsidentenwahl antritt, ist offen: „Das habe ich mir noch nicht überlegt.“ Das bedeutet: „Die FPÖ wird in den nächsten Wochen einen Parteitag abhalten müssen“, sagte er gegenüber ÖSTERREICH.

Plötzlicher Rücktritt 

Der Rücktritt kam plötzlich – ist aber nicht unlogisch: Seit Wochen sägt Klubchef Herbert Kickl am Sessel des Obmannes, obwohl der gerade auf Reha war. Ja, Kickl warf Hofer sogar vor, zu inaktiv zu sein.
Hofers Plan war es stets, im Jahr 2022 gegen Alexander Van der Bellen an­zutreten – gestern klang es allerdings eher nach einem Rückzug aus der Politik.



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