Kanzler-Büroleiterin vor U-Ausschuss

"Projekt Ballhausplatz"

Kanzler-Büroleiterin vor U-Ausschuss

Die Opposition will heute Masken-Hersteller Hygiene Austria durchleuchten.

Wien. Im Ibiza-Untersuchungsausschuss wird heute die langjährige Büroleiterin von Bundeskanzler Kurz von den Abgeordneten befragt.

Familienverbindung. Sie ist die Schwägerin des im Maskenskandal beschuldigten Chefs der Palmers-Tochterfirma Hygiene Austria. Ihr Ehemann wiederum ist Geschäftsführer von Palmers. Das führte zu Spekulationen über den Zeitpunkt der Razzia am Dienstag. „Das ist der nächste Frontal-Angriff der Justiz gegen die ÖVP“, so ein Regierungsinsider. Demensprechend will die Opposition die Masken-Razzia auch heute im U-Ausschuss thematisieren.

»Sie wusste über jeden Termin Bescheid«

Enge Vertraute. Bereits unter Schwarz-Blau war die Büroleiterin für Bundeskanzler Kurz tätig. „Nicht nur jeder seiner Termine wurde von ihr ­geplant und koordiniert, auch über sämtliche anderen Aktivitäten im Bundeskanzleramt war sie als langjährige Mitarbeiterin bestens informiert“, so die Opposition im Vorfeld zu ihrer Befragung im Untersuchungsausschuss.

Projekt Ballhausplatz. Als Teil des engsten Kreises rund um Kurz soll sie am „Projekt Ballhausplatz“ eine tragende Rolle eingenommen haben, um den damaligen ÖVP-Chef ins Kanzleramt zu bringen.

Unklar bleibt, wie detailliert sie aussagen wird – oder, ob sie sich an vieles nicht erinnern kann.

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