Streit um Freiheiten für Geimpfte

Der Vizekanzler über Anschobers Erkrankung

Kogler im Interview: ''Rudi hat Probleme mit dem Kreislauf"

Steht der Gesundheitsminister vor dem Rücktritt? 

Oe24.TV: Sie amtieren ja selbst gerade als ­Gesundheitsminister. Wie geht es Anschober denn?

Werner Kogler: Wir haben in der letzten Woche gesmst und ich bin auch telefonisch mit ihm in Kontakt, er wird in den nächsten Tagen wieder da sein.

Oe24.TV: Also kommende Woche wieder im Einsatz?

Kogler: Ja, genau.

Oe24.TV: Was hat er?

Kogler: Er hat noch eine weitere Untersuchung im Krankenhaus gemacht. Er hatte Kreislaufprobleme.

Oe24.TV: Kommen wir zur ÖBAG: Vorstand Thomas Schmid hat verkündet, dass er seinen Vertrag auslaufen lässt. Die Opposition will den sofortigen Rücktritt. Was wollen Sie?

Kogler: Wir haben registriert, dass es durchaus Debatten im Aufsichtsrat gegeben hat. Das Ergebnis war, dass Thomas Schmid von sich aus einmal auf die Vertragsverlängerung verzichtet hat. Aus der Sicht der Steuerzahler wären raschere Schritte sinnvoller gewesen. Aber das muss und kann nur über den Aufsichtsrat geschehen.

Oe24.TV: Also, er sollte früher ausscheiden?

Kogler: Ja, aber der Aufsichtsrat hat die Verantwortung.

Oe24.TV: Sind Sie eigentlich schockiert über diese Chat-Nachrichten?

Kogler: Das ist keine Kategorie mehr. Dass sehr viel Energie in die Ausgestaltung der ÖBAG gesetzt ­wurde, war bekannt. Das war zu einer Zeit, als die Grünen nicht einmal im Nationalrat waren. Aber es war natürlich bei den Regierungsverhandlungen Thema. Und für mich ist klar, dass es wahrscheinlich besser wäre, ein Vier-Augen--Prinzip zu haben. Das ist dann nicht gekommen. Ich würde es aber in Zukunft präferieren.

Oe24.TV: Also einen Doppelvorstand bei der ÖBAG?

Kogler: Ja. Vier-Augen-Prinzip hätte mindestens einmal zwei Vorstände. Aber auch das ist dann Sache des Aufsichtsrates. Der kann sich meines Erachtens nur rehabilitieren, wenn er auch nachvollziehbar entsprechende Kon­zepte erarbeitet. 



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