Kurz - Opfer von Gottes Gnaden

Kommentar von Rudi Fußi

Kurz - Opfer von Gottes Gnaden

Ein Kommentar zum Wahlkampfgeschehen von Polit-Berater Rudi Fußi.

Der arme Sebastian Kurz wird von allen Seiten angegriffen. Furchtbar. So schildert es zumindest das Team rund um Kurz. Man werde sich an diesem Anpatzstakkato nicht beteiligen, es sei ja ganz pfui, dieses Dirty Campaigning „der anderen“. Und ein bissl traurig ist er auch, der Sebastian. Was ist passiert? Sebastian Kurz hat sich selbst ins Knie geschossen und sucht jetzt mithilfe seiner Getreuen den Täter. Und damit niemand weiß, dass Kurz sich selbst ins Knie geschossen hat, muss man halt alle möglichen Dinge auftischen. Kurz beruft eine EILT-PK ein, muss also sehr dringend sein. Inhalt: Es seien gefälschte E-Mails im Umlauf, die zeigen, dass Kurz bereits vor langer Zeit von der Existenz des Ibiza-Videos wusste.

"Ein Geistesgestörter: Kurz bei Kinderpornos"

Die E-Mails kannte niemand, trotzdem macht Kurz eine PK. Ein offensichtlich Geisteskranker schreibt auf seinem Blog, dass Kurz Kinderpornodarsteller sei, die Grünen würden Menschenfleisch essen und es gäbe Hunderte Tote bei geheimen Anschlägen in Europa. Eine Seite, die niemand kannte. Was macht Kurz? Beklagt den „Angriff gegen ihn“ und macht die Seite bekannt, die vorher NIEMAND kannte. Um bequem in die Opferrolle schlüpfen zu können. Fakt ist: Sebastian Kurz ist es gerichtlich verboten, die SPÖ als Urheberin des Ibiza-Videos zu bezeichnen.

Der einzige Politiker (neben Dornauer, den man aber nicht als Politiker bezeichnen kann, eher als „pain in the ass“ seiner Parteivorsitzenden), der andere tatsächlich angepatzt hat, ist Sebastian Kurz.

"Ein merkwürdiger Film läuft grad in Österreich"

Aber das passt nicht ins Eigenbild der türkisen Partei. Jetzt sollen die Leute keine Fragen zum Ibiza-Video stellen, keine zu den mehr als 1.000 E-Mails, keine Fragen zum (Ex-)Berater des Kanzlers, dessen Rolle immer absurder wird. Wann wusste Kurz vom Video? Was kommt noch, damit Kurz „Eilt-Pressekonferenzen“ einberuft und von Angriffen gegen ihn berichtet, die außer ihm niemand kennt? Alle Taten gehören auf den Tisch, die Täter gehören benannt. An Aufklärung hat Kurz kein Interesse, er fühlt sich wohl in der Hauptrolle des merkwürdigen Films, der gerade in Österreich läuft: Sebastian Kurz – Ein Opfer von Gottes Gnaden. Amen!

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