Lobautunnel: Erster rot-grüner Koalitionskrach

Ludwig jubelt, Vassilakou tobt

Lobautunnel: Erster rot-grüner Koalitionskrach

Jetzt ist es fix: Der Lobautunnel darf gebaut werden. 2019 soll es losgehen.     

Der Bundesverwaltungsgerichtshof hat gestern – wie von ÖSTERREICH angekündigt – grünes Licht für den Bau des Lobautunnels gegeben. Ein Einspruch gegen die Umweltverträglichkeitsprüfung von 2015 wurde abgelehnt – in zweiter Instanz und damit endgültig, aber mit neuen Auflagen.


Vassilakou und Ludwig liefern sich Wort-Duell

Jubel. Hocherfreut reagierte Wiens angehender Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ): „Die rasche Realisierung des Lobautunnels ist eines der wesentlichen Vorhaben zur Entspannung der Verkehrssituation“, so Ludwig gegenüber ÖSTERREICH. Auch für den Wirtschaftsstandort sei die Bedeutung enorm, betonte er. Nun habe neben der dritten Flughafenpiste ein weiteres zentrales Infrastrukturprojekt grünes Licht.

Kritik. Keine Freude hat Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou: „Das Projekt ist und bleibt ein Milliardengrab, ein teures Prestigeprojekt und gefährdet den Nationalpark“, so die Grüne deutlich.

Womit Rot von Grün wieder einmal um Lichtjahre weiter entfernt ist als von Blau und Schwarz:

Über einen „weiteren Meilenstein“ und eine „Entlastung für Wien“ freut sich etwa Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ). „Ein guter Tag für Wiener Unternehmer“, befand auch WK-Präsident Walter Ruck.

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