Grosz gesagt: Der kritische Blick

Markierung von Ungeimpften spaltet die Gesellschaft

Polit-Blogger und oe24-Kolumnist Gerald Grosz kommentiert für Sie die Polit-Woche in seiner bekannt charmanten Art. 

Herzlich Willkommen bei Grosz gesagt, dem überaus kritischen Blick auf die aktuellen Geschehnisse unserer Zeit. Kritisch, direkt, unabhängig und scharf wie Messer. Versprochen!

Die Katze ist aus dem Sack, die Pläne der Bundesregierung, also des virologischen Duos Kurz und Mückstein gewinnen an Konturen. Wenngleich auch mit den endgültigen Maßnahmen, also den herbstlichen Lockdowns, die locker wieder bis ins Frühjahr reichen werden, erst mit dem Ende der Wahlen in Oberösterreich und Graz zu rechnen ist. Bis dahin erhofft sich die türkis/grüne Bundesregierung, ihre jeweiligen Statthalter mögen eher die Gnade als die verdiente Peitsche des Wählers spüren. Wie gesagt, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wie auch alle Versuche gestorben sind, die fortgesetzte Spaltung der Gesellschaft in Österreich zu stoppen. Ganz im Gegenteil: Wenn es nach Kurz und Mücke Mückstein geht, werden die Ungeimpften in Zukunft für alle sichtbar markiert.

Nein, keine profane Ohrenmarkierung wie bei den Ochsen auf dem blühenden Almen droht den Impfrebellen, sondern dies hier, die FFP2-Maske. Sie wurde wieder aus dem Kämmerlein geholt und wird in Zukunft ausschließlich von jenen getragen werden müssen, die entweder genesen, also auf natürlichem Wege das Polit-Ebola des 21. Jahrhunderts überlebten, genügend Antikörper haben und den Ungeimpften, im Volksmund auch Gesunden genannt. Ich meine, wir können ja angesichts der von der Regierung und ihren Haus- und Hofexperten versprühten Hysterie dankbar sein, dass sich die Ungeimpften in Zukunft „nur“ mit der FFP2-Maske markieren und nicht noch zusätzlich eine Saugglocke und einen Aluhut tragen müssen. Ja, der Aluhut, die Narrenkappe des 21. Jahrhundert. Aber wie heißt es so schön, Narrenmund tut Wahrheit kund. Und diese Wahrheit könnte dramatischer nicht sein. Obwohl 61 Prozent der Menschen in Österreich geimpft sind, haben wir im Vergleich zum Septemberbeginn vorigen Jahres eine vierfach höhere Infektionsquote.

Obwohl wir im Gegensatz zum vorigen Jahr also 61 Prozent sogenannte „vollimmunisierte“ Menschen im Land haben, jaulen die üblichen Verdächtigen auf und sehen das Gesundheitssystem bereits jetzt im Spätsommer an der Grenze angelangt. Dass unser Gesundheitssystem die letzten 19 Monate entgegen der Warnungen der Politiker und Experten niemals überlastet war, wird hingegen wieder einmal verschwiegen. Wie auch die Tatsache, dass doch ein erquicklicher Anteil von Geimpften auf den Intensivstationen ihr Bett aufgeschlagen hat. Beispielsweise sind im gesamten Bundesland Steiermark ein Drittel der Intensivbetten von Geimpften belegt. Ein Blick nach Portugal, nach Island, nach Israel und bald auch in unser Gesundheitssystem beweist, dass der Gamechanger nicht das Gelbe vom Ei, also der Weisheit letzter Schluss ist. Nicht zuletzt der Rasputin Merkels, Deutschlands oberster wissenschaftlicher Hysteriker Dr. Drosten empfahl daher jüngst, zusätzlich zur künstlichen Immunisierung durch die Impfung auch eine natürliche Ansteckung um volle Immunität zu erlangen.

Bis vor wenigen Monaten wären Menschen, die so etwas nur ansatzweise in den Raum gestellt hätten, am Scheiterhaufen der Corona-Inquisition verbrannt worden. Wie auch Jene über 19 Monate geächtet wurden, die mit dem Satz „Wir müssen mit dem Virus leben“ als Covidioten und Querdenker beschimpft wurden. Nun spricht selbst unser Kanzler in unendlicher Weisheit diesen vermeintlich coronaleugnenden Satz aus. Wie er übrigens auch in seiner Pressekonferenz diese Woche mit der weiteren Forderung aufhorchen ließ: „Der der dritte Stich gibt uns eine langfristige Wirkung“. Wasser auf den Mühlen jener Kritiker, die uns die nächsten 10 Jahre an der Nadel der Pharmaindustrie hängen sehen.

Gut, man muss aber den Worten des Kanzlers nicht zuviel Bedeutung zumessen. Denn er sagte schon viel und meinte wenig. Sie erinnern sich? 100.000 Menschen werden sterben, die Pandemie ist vorbei, ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Lassen wir ihn reden, sagen vielen Menschen und werden sich halt selbst entscheiden, ob ein Stich oder eine Wahlstimme die Freiheit und das Ende der Pandemie bedeutet. Spätestens am 26. September haben dann doch einige Menschen in unserem Land die Möglichkeit dazu. Die Möglichkeit zur vollkommenen Polarisierung sah diese Woche NEOS-Vorsitzende Beate Meinl-Reisinger. Die Corona-Linie der FPÖ und ihrer Anhänger sei „fetzendeppat“ befand das pinke Oberhaupt, nun auch selbsternannte Expertin für Fetzen. Ob die Linie der FPÖ unter Herbert Kickl Erfolg haben wird, wird sich im direkten Vergleich zwischen FPÖ und NEOS am 26. September beweisen. Spätestens dann, wenn die FPÖ fünf Mal soviele Stimmen in Oberösterreich einheimsen wird, als die unter der Wahrnehmungsschwelle grundelnde pinke Truppe. Denn, der Wähler hat immer recht. Recht wird diese Woche an einem anderen Ort gesprochen.

Ein Teil der Ibiza-Bande, also den eher halbseidenen Regisseuren des Urlaubsvideos von HC Strache, wird der Prozess gemacht. Aber nicht wegen des Videos selbst, sondern wegen des Vorwurfs der Drogendealerei. Eine feine Gesellschaft, in die sich HC Strache begeben hat. Oligarchennichten mit dreckigen Zehennägeln, Drogendealer, Immobilienhaie. Bemerkenswert ist aber die Tatsache, dass sich ausgerechnet die Standesvertreter der linken Gutmenschlichkeit in Österreich schützend vor einen vermeintlichen Drogendealer stellen, anstatt jene zu beschützen, die durch ebendiese Drogen ins Unglück gestürzt werden. Aber wie heißt es so schön: Eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus. Ein Auge sollten Sie nächste Woche wieder auf oe24 werfen, spätesten dann wenn es wieder heißt: Grosz gesagt.

Bleiben Sie mir bis dahin treu!
  



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