Masken-Aufstand im Supermarkt

Handel prüft eine Verfassungsklage

Masken-Aufstand im Supermarkt

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Alle dürfen "oben ohne" bleiben bis auf die Mitarbeiter von Shops des täglichen Bedarfs. 

In den Geschäften und Öffis wird es deutlich: Die Zahl der Maskenmuffel steigt rasant. Laut Wiener Linien gab es in den letzten Wochen um ein Drittel mehr Anzeigen. Sicherlich ein Grund: Die Covid-Zahlen sinken, sechs Bundesländer leuchten auf der Corona-Ampel gelb.

Alles Gründe, warum der Unmut der 130.000 Mitarbeiter der Geschäfte des täglichen Bedarfs (Supermärkte, Apotheken, Drogerien, ) immer größer wird.

Keiner außer ihnen muss noch Maske tragen. Seit Mitte April sind sogar Lokale, Diskotheken und Bars maskenbefreit. Die betroffenen Branchen kämpfen nun gegen die Maske im Shop. Die Regelung ist bei uns europaweit einzigartig: In keinem anderen Land muss eine FFP2-Maske getragen werden. Nur in Griechenland und Bosnien-Herzegowina muss ein Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt werden.

Verfassungsklage? Rainer Will vom Handelsverband zu ÖSTERREICH: "Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten in Erwägung ziehen, um die Menschen von der Maske zu befreien." Noch zeigt sich keine Erleichterung für die Supermarkt-Mitarbeiter, die aktuelle Regelung gilt zumindest bis 8. Juli. Der Handelsverband prüft auch eine Verfassungsklage ("das dauert aber lange").

Die Infektionszahlen sind noch zu hoch für diese Lockerung, sagt Umwelt-Mediziner Hans-Peter Hutter. Konter des Handelsverbandes: "Warum werden dann die Hotspots nicht reguliert?" 

 

Video zum Thema: Handel wütend: Rainer Will zum Masken-Aufstand im Supermarkt
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