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Bohrn Mena

Pompöser Firlefanz

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Ein Kommentar von Sebastian Bohrn Mena.               

Satte 24.500 Euro kostet eine Loge am Wiener Opernball, das entspricht ungefähr dem mittleren Jahres-Netto-Einkommen in Österreich, inklusive Sonderzahlungen. Sprich: Das, was der durchschnittliche Österreicher im Jahr verdient, das alleine kostet eine Loge am Protzball, da sind die Karten und die Konsumationen noch gar nicht eingerechnet. In einer Zeit, in der viele Menschen sich die Lebensmittel nicht mehr leisten können, in der wir ein Hilfspaket nach dem anderen mit unserem Steuergeld finanzieren müssen, tanzen die Superreichen, die Reichen und die Möchtegerns ungeniert weiter. Dass wir aber auch noch die Selbstdarstellung von vielfach inkompetenten Regierungsmitgliedern finanzieren müssen, das schlägt dem Fass den Boden aus. Wie kommen wir eigentlich dazu, dass wir Magnus Brunner, Martin Kocher oder Karl Nehammer den Abend spendieren? Bei den üppigen Gehältern und der miserablen Leistung sollten sie zumindest den Anstand haben, selbst für ihr Vergnügen zu bezahlen.

Gerade jetzt, in dieser für viele Menschen so unglaublich schwierigen Zeit, hat niemand mehr Verständnis für diesen pompösen Firlefanz. 

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