Das sagte Armin Wolf zu Sobotka in der "ZIB 2"

"Kritiker haben leider recht"

Nach ZiB2-Interview: Armin Wolf räumt Fehler ein

Ein Interview mit dem Feldkircher Bürgermeister ließ auf Twitter die Wogen hochgehen.

Am Dienstag war der Feldkircher Bürgermeister Wolfgang Matt zu Gast in der ZiB2. Der Vorarlberger Stadtchef rechtfertigte sich dabei, bereits geimpft worden zu sein. "Ich bin der letzte gewesen, der das Haus betreten hat." Er sei "auf Abruf in einer Ecke gestanden" und habe gewartet, ob Impfstoff übrig bleibt. Er sei als Eigentümer-Vertreter auf der Backup-Liste gestanden, er habe aber niemandem etwas weggenommen und hätte auf die Impfung verzichtet, wenn sich andere zur Impfung angeboten hätten. Es sei aber niemand da gewesen und man hätte so schnell niemanden auftreiben können, so Matt in der "ZiB". "Ich schmeiße auch kein altes Brot weg, daraus wird Toast gemacht." An Rücktritt denke er nicht, sagte der Stadtchef.
 
Das Interview war mit 13 Minuten außergewöhnlich lang, was manche Zuschauer störte. Am Mittwoch zeigte sich deswegen nun auch ZiB2-Anchor Armin Wolf selbstkritisch. „Ich habe ja gestern den Feldkircher Bürgermeister interviewt. Das hat auf Twitter vielen gefallen, anderen eher weniger. Mir leider auch nicht“, so der ORF-Moderator auf Twitter.
 
 
 

"Kritiker haben recht"

In seinem Blog führt Wolf dann weiter aus. „Ich fürchte, die Kritiker*innen haben leider recht. Das Interview war für den Anlass und den Gesprächspartner einfach zu lang.“ Vergleiche mit dem Interview von Landesrat Tilg im Zuge der Causa Ischgl widerspricht Wolf. „Es ist doch etwas anderes, ob sich durch offensichtliches Missmanagement der Politik 11.000 Corona-Infektionen durch Europa verbreiten oder ob sich ein Bürgermeister vorzeitig impfen lässt.“
 
Das Problem sei gewesen, dass das Interview live aufgenommen wurde. „Es war ein Live-Interview, das man leider nicht bearbeiten kann. Und der Bürgermeister wollte auch live ins Studio kommen. Wäre das Gespräch vor der Sendung aufgezeichnet worden, hätten wir es auf eine vernünftige Länge gekürzt – und dann hätte es auch gepasst.


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