ÖVP erhöht Spardruck auf ORF und will neue Linie

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ÖVP erhöht Spardruck auf ORF und will neue Linie

Die Kanzlerpartei fühlt sich unfair behandelt. Nach Treffen von Medienministerin Raab und ORF-Chef Weißmann bleiben Fronten.

Spardruck. Die ÖVP verlangt einen „Kassa­sturz“ von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann. Das hat Medienministerin Susanne Raab dem ORF-Chef bei einem Treffen am Donnerstag mitgeteilt. Zudem erwarte die ÖVP einen klaren „Sparkurs“. Weißmann wiederum hat erklärt, dass er dann das Programm „einschränken“ müsse. Was die ÖVP aber nicht all zu sehr stören dürfte. Laut Insidern fühle sich „die Partei unfair vom ORF behandelt“. Dabei war Weißmann der Vorschlag der ÖVP selbst.

Er dürfte den Redaktionen – ähnlich wie es sein Vorgänger Alexander Wrabetz gemacht hatte – freie Hand lassen. „Sonst würde am nächsten Tag auch alles auf Twitter stehen“, sagt ein ORFler.

Derzeit wird jedenfalls an einer Haushaltsabgabe für den ORF gebastelt. Deren Höhe doch sicher nicht von der Berichterstattung abhängen wird. Oder?