Politik-Insider

Vor SPÖ-Sitzung: DAS sagt Ludwig zu Kern

Am Samstag treffen sich die Roten zu einer Präsidiumsklausur. Wird dort über das Comeback von Kern entschieden?

Erst kürzlich hatten Michael Ludwig und Christian Kern einen netten Austausch im Wiener Rathaus miteinander. Wie berichtet, treffen sich der Wiener Bürgermeister und der Ex-Kanzler wiederholt miteinander. 

Ludwig „schätzt Kern in der Privatwirtschaft“, sagt ein Beobachter mit einem Anflug an Ironie. Der mächtige Wiener Rote sei schließlich jener, der darüber befinde, ob der Ex-SPÖ-Chef wieder an die Spitze der SPÖ zurückkehre, oder nicht, sagen Vertraute von Kern.

Mehrheit der SPÖ-Länder will Kern

Übersetzt: Kern würde den SPÖ-Vorsitz und den Vizekanzler-Job übernehmen – aber „nur dann wenn die Wiener SPÖ das ausdrücklich begrüßen würde“, so ein Vertrauter Kerns. Eine Mehrheit der SPÖ-Länderorganisationen sei der Meinung, dass Kern „besser wäre als Andreas Babler“.  

Am Samstag trifft sich die SPÖ zu einer lange ausgemachten Präsidiumsklausur in Niederösterreich. Wird es dort zum großen Umsturz kommen? Wohl kaum. Auch wenn die Wiener Roten – bis auf die neuen SPÖ-Mitglieder, die 2023 wegen ihm zur SPÖ beigetreten sind – der Meinung seien, dass Babler den „Job nicht kann“, würden sie jetzt doch auf der Bremse stehen: „Es würde nichts bringen ihn jetzt – lange vor einer Wahl – auszutauschen. Und Kern ist nicht geeignet“, so ein Roter. 

Ludwig sagt Nein zu Kern

Der derzeitige Manager könnte freilich beim SPÖ-Vorstand am 14. Februar – drei Wochen vor dem SPÖ-Parteitag am 7. März – trotzdem von einer Mehrheit vorgeschlagen werden und könnte das auch unabhängig von Wien durchsetzen. „Nur das hätte keinen Sinn, eine Erneuerung der SPÖ schafft man nur gemeinsam mit Wien, nicht gegen Wien“, so ein SPÖ-Fan von Kern.  

Und was sagt nun Ludwig selber? Laut oe24-Recherchen hat er seine Meinung nicht geändert. Er sei „weiter nicht für ein Comeback von Kern an der SPÖ-Spitze“. In den übrigen Bundesländern heißt es: „Dann ist er dafür verantwortlich wie es mit der Bundes-SPÖ weitergeht“. Ob die SPÖ das wohl bei ihrer Präsidiumsklausur offen diskutieren wird? „Nie und nimmer“, so die einhellige Meinung der Roten hinter den Kulissen.

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