Der Plan für mehr Bäume und Aufenthaltsqualität am Schwedenplatz verstaubt in der Schublade. Nach dem Regierungswechsel 2020 verschwand das Vorzeigeprojekt aus der Prioritätenliste. Während die Stadt abwinkt, fordert der Bezirk einen Neustart.
Der Umbau des Schwedenplatzes lässt weiter auf sich warten. Zehn Jahre nach der Präsentation konkreter Pläne mit 160 zusätzlichen Bäumen und mehr Grünflächen liegt das Projekt auf Eis. 2016 stellte die damalige Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) den Siegerentwurf für eine Neugestaltung vor. Nach dem Wechsel von Rot-Grün zu Rot-Pink im Jahr 2020 verschwand das Projekt in der Schublade. Aus dem Büro von Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) heißt es gegenüber der Tageszeitung "Der Standard", der Schwedenplatz sei "nicht prioritär". Es gebe keine Vorbereitungen für eine Umgestaltung.
Figl fordert neuen Architekturwettbewerb
Die Gestaltung des Schwedenplatzes ist aber nach wie vor ein großes Anliegen des Bezirkes, wie City-Chef Markus Figl (ÖVP) betont. Das habe man der Stadt auch mehrfach mitgeteilt. "Als Bezirk können wir ein Projekt dieser Dimension jedoch weder finanziell noch organisatorisch allein stemmen, daher sind wir auf Mittel der Stadt Wien angewiesen", so Figl. Weil das Projekt nicht umgesetzt wurde, braucht es ein "Zurück an den Start" und einen neuen Architekturwettbewerb mit einem umsetzbaren Ergebnis.
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"Inzwischen ist der Bezirk im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv. So wurden im Bereich des Morzinplatzes im letzten Jahr der Bodenbelag und die Sitzgelegenheiten verbessert", führt der Bezirksvorsteher weiter aus.