Angesichts einer möglichen Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran pocht US-Präsident Donald Trump darauf, dass Großbritannien doch nicht wie geplant die Chagos-Inseln an Mauritius zurückgibt.
Im Falle eines Scheiterns der derzeitigen Verhandlungen unter anderem über das iranische Atomprogramm könnten die USA auf die Insel Diego Garcia angewiesen sein, um einen möglichen Angriff aus Teheran abzuwehren, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.
Für den Verteidigungsfall solle dann auch der Flugplatz in Fairford im Südwesten Großbritanniens genutzt werden. Trump stellte in Aussicht, dass sich ein Angriff auch "möglicherweise gegen das Vereinigte Königreich und andere befreundete Länder richten würde".
Pachtvertrag "großer Fehler"
Trump bezeichnete es als "großen Fehler", dass Großbritannien einen 100-jährigen Pachtvertrag für die Insel Diego Garcia eingehe. "Dieses Stück Land sollte nicht dem Vereinigten Königreich weggenommen werden." Mit dem Pachtvertrag verliere London die Kontrolle über die Insel.
Das britische Außenministerium wies die Aussagen Trumps zurück. Die Zukunft des britischen Militärstützpunkts könne nur durch das mit Mauritius geschlossene Abkommen langfristig gesichert werden, sagte ein Sprecher am Mittwochabend.
Diego Garcia ist eine der Chagos-Inseln. Sie liegt mitten im Indischen Ozean, weitab von Sri Lanka und Mauritius. Der Militärstützpunkt ist laut dem britischen Premierminister Keir Starmer einer der wichtigsten Beiträge, die das Land in der Sicherheitspartnerschaft mit den USA leistet. Sowohl Diego Garcia als auch Fairford werden bereits von US-Streitkräften genutzt.