Krieg verteuert Öl und Fleisch
Preis-Alarm um unser Schnitzel
Wien. Alarm um Schnitzel und Pommes. Neben all den anderen Teuerungen wirkt sich der Krieg in der Ukraine jetzt auch auf Lokalbesuche aus. Es herrscht wegen des Konflikts großer Mangel an Speiseölen. Sonnenblumen- oder Frittieröl werden im Großhandel teils nur mehr streng rationiert verkauft. Bei Metro sind es dreißig Liter.
Erwin Scheiflinger vom Bastei-Beisl in der Wiener Innenstadt zu ÖSTERREICH: „Vor einem Jahr haben wir noch 10 Euro für 10 Liter Öl bezahlt, jetzt sind es schon 27 Euro!“ Und: Er bekommt von seinem Lieferanten nur mehr die halbe Menge geliefert. Die bittere Konsequenz: Für eine Hauptspeise muss der Gast durchschnittlich einen Euro mehr bezahlen. Und sollten die Kosten weiter nach oben gehen, „müssen wir vielleicht schon Ende Sommer wieder die Preise ändern.“
Engpass. „Speiseöl ist das neue Klopapier“, sagt Peter Dobcak, Gastro-Obmann der Wirtschaftskammer Wien, in Anspielung auf den Beginn der Pandemie. Außerdem: „Schwein, Hühnerfleisch und Pizzateig – alles wird teurer.“ In Kombination mit steigenden Energiepreisen führt das in vielen Betrieben zu Preiserhöhungen „um etwa fünf bis zehn Prozent“, so Dobcak
Backwaren +300 %, Öl +30 %, Fleisch +20 %
Neue Karte. Im Gasthaus Prilisauer wird jetzt viel gerechnet: „Wir versuchen, die Preise stabil zu halten, aber um ungefähr 10 % werden wir erhöhen müssen“, sagt Chefin Barbara Prilisauer. Im Einkauf ist ihr Speiseöl um 30 % teurer geworden.
Hoffnung. Extreme Preissprünge erlebt René Kachlir vom legendären Würstelstand Zum scharfen René am Schwarzenbergplatz. Backwaren sind um 300 % teurer geworden, Fleisch um 20 %. Kachlir hat noch Hoffnung: „Die Preise habe ich noch nicht an meine Kunden weitergegeben, ich hoffe, die Lage beruhigt sich bald.“
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