Rauer Ton beim
 Heer

Veraltete Kasernen

Rauer Ton beim
 Heer

Zu wenig Geld, keine ordentlichen Unterkünfte, Beschimpfungen. 

„Wenn Sie (...) noch einmal eine Sonnenbrille tragen, dann schieß’ ich Sie aus dem Leben!“ Solche oder andere Nettigkeiten sind beim Heer an der Tagesordnung. Dennoch: Die Zahl der Beschwerden beim Bundesheer ist gesunken. Haben sich 2011 noch 504 Soldaten bei der Bundesheer-Kommission beklagt, waren es 2012 nur mehr 394. Von den knapp 400 Beschwerden waren 80 Prozent berechtigt.

Rekruten fühlen sich mit 301,40 Euro unterbezahlt
Neben Beschimpfungen sind die Soldaten auch mit ganz anderen Dingen nicht zufrieden: Mit 301,40 Euro im Monat fühlen sich manche Soldaten etwa unterbezahlt. Das kann der Vorsitzende der Bundesheer-Kommission, Walter Seledec, nicht verstehen. Schließlich handle es sich um einen „Dienst am Staat“. Kritik übt er bei den Unterkünften: „Es gibt immer noch 16-Mann-Zimmer. Wenn diese dann nur eine Dusche und ein mangelhaft funktionierendes WC haben, dann ist das problematisch.“

Zu wenig Geld vorhanden für echte Heeres-Reform

Verbesserungen und Reformen seien nur bedingt möglich, weil das Geld fehle. Dem Vorschlag von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), per Ministerweisung für mehr Respekt zu sorgen, kann Seledec nichts abgewinnen: „Was soll da drin stehen? Das bringt nichts.“ Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) habe richtig gehandelt dies abzulehnen.

Die gemeinsten Attacken

  • Beschimpfungen: Klassiker wie „Trottel“ oder „Hirsch“ sind erst der Anfang. Im Auslandseinsatz wandte sich ein Gruppenkommandant mit den Worten: „Du Sautrottel, halt die Gosch’n, sonst prügle ich dich windelweich!“, zu einer Charge. Auch Truppenärzte sind nicht gerade einfühlsam: „Kommen Sie näher, sind Sie geistig zurückgeblieben oder nur dumm?“
  • Schikane: Ein Unteroffizier versetzte einer Charge sogar einen sogenannten „Eier-Klatscher“ (ein Schlag in die männlichen Weichteile).

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