Rassismus-Attacke auf Sohn von NEOS-Politikerin

Schock-Video aus Wien

Rassismus-Attacke auf Sohn von NEOS-Politikerin

Ein junger Mann, der Sohn einer NEOS-Politikerin, wurde am Wiener Westbahnhof von einem älteren Herrn grundlos mit Pfefferspray attackiert.

Es sind unfassbare Szenen, die sich am Montag am Westbahnhof zugetragen haben. Ein Video auf Twitter zeigt, wie jemand am Bahnhof in den Lift einsteigen wollte. Dabei zückte ein älterer Mann, der bereits drin war, plötzlich einen Pfefferspray und fing zu schreien und zu toben an. Als der Bedrohte, der die Szenen mit einer Kamera festhielt, schließlich noch einmal versucht den Lift zu betreten, eskalierte die Situation völlig. "Tschusch, Tschusch. Du hast ja schwarze Haar. Gib's zu!", beschimpfte der aggressive Liftbesetzer ihn anschließend. Als das Opfer dann erwiderte, dass er ein Rassist sei, schrie der Angreifer nur "Schleich di!" und zielte mit dem Pfefferspray direkt auf den Mann.

Bei dem Opfer, das die wilden Szenen mitfilmte, handelt es sich um den Sohn von NEOS-Politikerin Henrike Brandstötter. Sie war es auch, die die Aufnahmen am Montagabend auf Twitter veröffentlichte. "Mein Sohn bekommt Pfefferspray ins Gesicht, weil jemand mit ihm nicht im Aufzug fahren möchte. Bitterer Alltag für Menschen mit dunkler Hautfarbe in Österreich", so die 45-jährige Mandatarin.

 

 

"Jetzt film ich dich, weil du fällst besser auf"

Doch mit der Pfefferspray-Attacke hörten die Anfeindungen nicht auf. Ein weiteres Video zeigt die Situation am Bahnsteig. Der junge Mann läuft von dem Angreifer davon, der ihn immer noch verfolgt. "Was ist eigentlich ihr Problem? Lassen Sie mich in Ruhe! Sie haben mich gepfeffersprayed", sagt der Sohn der NEOS-Politikerin. Daraufhin sagt der Angreifer: "Du, lass mich in Ruh. Jetzt film ich dich, weil du fällst besser auf!". Plötzlich schreit er durch den ganzen Bahnhof: "Er hat keine Maske auf und redet jeden an!" Dann ergreift der Angreifer die Flucht und das Video endet.

Anzeige soll folgen

Anzeige wegen Körperverletzung konnte noch keine erstattet werden. "Das macht er morgen, wenn er wieder klar sehen kann", schreibt Brandstötter auf Twitter. Schockierende Szenen, die leider kein Einzelfall sind. Immer wieder tauchen Videos solcher rassistischer Anfeindungen auf.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten