So strahlt die Corona-Ampel

Bei Rot kommt regionaler Lockdown

So strahlt die Corona-Ampel

Die Ampel soll die Bewertung der Corona-Lage erleichtern. Unumstritten ist sie nicht.

Wien. Ab September soll sie leuchten: die Corona-Ampel von Gesundheits­minister Rudolf Anschober. Grün, Orange, Gelb und Rot. Vier Farben sollen anzeigen, wie hoch die Gefahr in den einzelnen Bezirken oder Ländern ist. Den Farben sollen die nötigen Maßnahmen angepasst werden. Rot bedeutet Lockdown in der betreffenden Region.
So eine Ampel gibt es bereits in Berlin oder Frankreich. Laut Anschober wird das österreichische Modell besser, weil viel differenzierter. Zur Berechnung sollen nicht nur wie im Ausland die Fallzahlen einfließen, sondern insgesamt vier Indikatoren:
  • die Infektionszahlen und der Anstieg;
  • die Rückverfolgung der Ansteckungen und die R-Zahl;
  • die Kapazitäten der Krankenhäuser;
  • die Testungen.
Unumstritten ist die ­Ampel nicht. Widerstand kommt von manchen Bundesländern, insbesondere aus Wien. Bürgermeister Michael Ludwig weigert sich, die Bezirke einzeln einzuspeisen. Hier verspricht aber Kanzler Kurz: Für Städte werde eine eigene Lösung gefunden.
 

Anschober: "Ampel wichtig für Herbst, da wird's ernst"

 
Gesundheitsminister Rudolf Anschober im ÖSTERREICH-Talk.
 
© APA/GEORG HOCHMUTH
 
ÖSTERREICH: Ab welcher Infektionszahl wird es wieder haarig?
 
Rudolf Anschober: Haarig wird’s, wenn wir von regionalen Ausbrüchen wieder zu einer massiven bundesweiten Steigerung kommen wie im März. Die Co­rona-Ampel, die wir im Herbst einführen, soll uns die Bewertung der Lage erleichtern. Da kann man dann aus vier Farbschattierungen ermessen, in welchen Bezirken Handlungsbedarf besteht.

ÖSTERREICH: Wann steht das Projekt?
 
Anschober: Ich gehe davon aus, dass wir die Ampel im September haben. Das wird der wichtigste Teil unserer Vorbereitungen auf den Herbst, denn alle Virologen sagen, dass das die Phase wird, wo es noch einmal sehr ernst wird und wo eine zweite Welle kommen könnte.

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