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ORF-Streit geht in nächste Runde

Verleger attackiert Wolf: "Heimlicher König des ORF"

Der Streit um die Interview-Praktiken von Armin Wolf zieht immer weitere Kreise.

In der Wiener Society ist Mucha seit Jahrzehnten bekannt. Gern präsentieren sich seine Frau Ekaterina und er auf dem gesellschaftlichen Parkett. Er war nie für seine Zurückhaltung bekannt - und auch kurz vor seinem Rückzug fängt er damit nicht an. In einem Leitartikel für "Extradienst" wettert er nun erneut gegen den ORF, vor allem aber gegen ZiB2-Anchorman Armin Wolf.

Auslöser war wohl die anhaltende Kritik am ORF-Anchor und seinem Interview-Stil. "Ich stelle ja keine Fragen, weil mir langweilig ist. Ich stelle Fragen, die ich mir lange vorher überlege. Wenn ich keine Antwort bekomme, versuche ich es nochmal", verteidigte sich dieser in der Mai-Ausgabe des deutschen Medienmagazins "journalist". Doch Mucha reitet schon wieder die nächste Attacke gegen ORF-Mann Wolf.

"Armin Wolf ist verunsichert"
"Armin Wolf ist verunsichert", mit diesen Worten beginnt Mucha seinen Leitartikel, wo er wieder ordentlich vom Leder zieht. Der Verleger spricht von Wolfs "größter Niederlage seines Lebens" und gießt auch noch Öl ins ohnehin schon licherloh brennende Feuer der Kritik gegen den Moderator.

"Wobei viele seiner Kritiker eine gewisse Häme nicht verkneifen können, dass es wohl sein Gutes hat, wenn einer, der sich alltäglich im Ruhm und Glanz seines gewaltigen Facebook- und Twitter-Trosses sonnt, auch einmal Schmalz abbekommt. Und am eigenen Leib erfährt, wie sich Abwatschen in den sozialen Medien anfühlt. Und in Printmedien. Und im TV."

Wer hat Angst vom bösen Wolf?
Mucher beteuert, dass er mit seiner Kritik bei Weitem nicht alleine dasteht. Hinter vorgehaltener Hand wären die Stimmen gegen den Nummer 1 Anchor beim ORF schon länger laut. Doch die Angst vor der Macht des "heimlichen ORF-Regenten Armin I"  hätte die kritischen Stimmen verstummen lassen.

Im weiteren Verlauf holt Mucha zu einer vollen Breiteseite aus und unterstellt Armin Wolf, tendenziös zu berichten. "Und genau das werfe ich Wolf vor: Dass er tendenziös berichtet und dabei vorgibt, unabhängig zu sein."  Bezugnehmend auf ein oe24.at-Voting, bei dem die User über Wolf abstimmen konnten, stellt Mucha Armin Wolf ein vernichtendes Urteil aus. (51,1 % stimmten für "arrogant und respektlos" 48,9 % für "hart, aber fair".)

Er gibt zu bedenken: "Der entscheidende Punkt, den Wolf und Co. nicht sehen, lautet: Nicht 51 % der Politiker haben ihm ein Nasenreiberl gegeben, sondern 51 % der abstimmenden Community, also der Kundschaft des ORF. Das heißt, die Mehrheit der Konsumenten, die sich die ZiB anschauen, die Wolf erreichen will, vor denen er sich breitmacht und seine Wichtigkeit dreimal wöchentlich zelebriert, sind angewidert von dem Schauspiel, das er liefert."

Doch damit nicht genug, Mucha glaubt sogar, dass Wolf die Kritik sich mehr zu Herzen nimmt, als er gerne zugeben möchte. "Derartige Erlebnisse lösen bei Menschen mit starkem Ego – was die natürlich niemals zugeben würden – oftmals schwere Krisen aus.  […] Der Mann ist offenkundig schon so weit abgehoben, dass er sich in der Früh beim Rasieren nicht mehr im Spiegel sieht, weil er mit dem Scheitel längst die Decke seines Badezimmers erreicht hat."

Bleibt abzuwarten, ob sich Armin Wolf auf diesen (bisher einseitigen) Schlagabtausch einlässt.

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