Hofer Kickl

Hofer wackelt

Wahl-Debakel in Wien: Heftiger Richtungsstreit in der FPÖ entbrannt

Während man nach außenhin die Einheit beschwört, brodelt es innerparteilich heftig.

FPÖ wird sich auf Bundesebene erst nächste Woche mit der Analyse der Wien-Wahl auseinandersetzen. Für Anfang kommender Woche sei ein Bundesparteipräsidium geplant. Ein genauer Termin stand vorerst noch nicht fest, wie es auf APA-Anfrage aus der Partei hieß. Darüber hinaus wurde lediglich auf den traditionellen "blauen Montag" verwiesen.

Personelle Konsequenzen wurden bis dato ausgeschlossen. FPÖ-Chef Norbert Hofer sah am Wahlabend keine Notwendigkeit dafür. Jetzt sei es vielmehr wichtig, dass die Partei nun zusammenhalte. Auch Spitzenkandidat Dominik Nepp dachte am Wahlabend nicht an Rücktritt, er wolle das Ergebnis zunächst einmal analysieren.

Doch die nach außen transportierte Einheit innerhalb der Partei ist laut Insidern wohl doch nur gute Miene zum bösen Spiel. Einige FPÖ-Landeschefs nehmen durchaus Parteichef Hofer in die Pflicht. Innerhalb der Freiheitlichen ist spätestens jetzt ein Richtungsstreit entbrannt. Während Hofer versuche, die Partei in Wien neu aufzustellen und Dominik Nepps Zeit als Landeschef zu beenden, versuche ein anderer Flügel, Hofer abzusetzen und Generalsekretär Michael Schnedlitz als neue Spitze zu etablieren, so Partei-Insider.

Aus dem Büro von Hofer heißt es offiziell freilich, dass Dominik Nepp weiter Parteichef in Wien bleibe. Ob das Bundesparteipräsidium nächste Woche also eine neue politische Bombe liefert, wird sich herausstellen.

FPÖ-Urgestein Andreas Mölzer bringt auf oe24.TV erstmals auch Namen für eine mögliche Hofer-Nachfolge ins Spiel: Neben Generalsekretär Michael Schnedlitz kämen auch FPÖ-NÖ-Chef Udo Landbauer, FPÖ-Steiermark-Chef Mario Kunasek sowie der Welser Bürgermeister Andreas Rabl und FPÖ-OÖ-Chef Manfred Haimbuchner in Frage. 



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