Warum VP-Spitze Raab jetzt forciert

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Warum VP-Spitze Raab jetzt forciert

VP-Ministerin Susanne Raab gehört zum inneren Kreis von Nehammer.

Präferenzen. Eigentlich galt Integrationsministerin Susanne Raab bereits als Vertraute von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz. Aber die türkise Ministerin gehört nun auch zum innersten Kreis von VP-Chef Karl Nehammer. Im Unterschied zu Verfassungsministerin Karoline Edt­stadler. Diese wird von manchen Vertrauten des Kanzlers offenbar kritisch beäugt. Sie selbst dementierte im kleinen Kreis stets Ambitionen nach höheren Weihen.

In der ÖVP wurde sie aber bereits mehrmals – zuletzt vor der Kür von Nehammer – als potenzielle Kanzlerkandidatin genannt.

Mehr Auftritte für Raab. Daher scheint es nicht so verwunderlich, dass Nehammers Strategen nun mehr Raab pushen als Edtstadler. „Wann immer es um Vertretungen geht, schicken die lieber Raab als Edtstadler“, behaupten VP-Leute etwa über mediale Auftritte.

Edtstadler musste nun aber Raab vertreten

Durcheinander. In den letzten Tagen gerieten diese türkisen Planspiele aber durcheinander.

Denn Raab infizierte sich zum zweiten Mal mit Corona und ließ sich von Edtstadler vertreten. Sie weiß wohl, dass die einstige Richterin derzeit wiederholt in vertrauten Kreisen berichtete, dass sie „derzeit ihr Privatleben wiederentdecke“ und genieße.

Ob das das Kanzleramt auch so sieht, steht auf einem anderen Blatt.