Wirbel um Sex-Heft in Schule

Protest von ÖVP und FPÖ

Wirbel um Sex-Heft in Schule

ÖVP und FPÖ laufen Sturm gegen Sex-Ratgeber für Sechs- bis Zwölfjährige.

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) sieht sich seit gestern mit einer ganzen Latte empörter parlamentarischer Anfragen konfrontiert. Dabei geht es um die Online-Broschüre „Ganz schön intim“, die laut ÖVP-Lesart die „Kernfamilie infrage stellt“. Das 152 Seiten starke Werk stellt homosexuelle Beziehungen oder Patchworkfamilien als gleichwertig dar. Außerdem würde dem „Thema Intersexualität (also Zwittertum) in unverhältnismäßiger Relation“ Platz eingeräumt. Ein „breiter Protest von Eltern“ und „verstörte“ Fragen von Kindern hätten die Anfrage initiiert, heißt es aus der ÖVP. BZÖ und FPÖ stellten ebenfalls Anfragen.

 >>> Jetzt hier die Skandal-Broschüre downloaden <<<

Elternverband: „Bei uns gab es keine Beschwerden“
Von „breitem Protest“ hat der Verband der Elternvereine an Pflichtschulen nichts mitbekommen. „Wir haben keine einzige Beschwerde bekommen, außer einer E-Mail von einer kleinen Gruppe rechtskatholischer Eltern“, heißt es dort. Auf deren Protest dürften die Anfragen auch zurückgehen. Bereits seit 15. November agitiert die Gruppe auf Facebook.

Die vom Verein „Selbstlaut“ publizierte Broschüre dient hauptsächlich als Unterrichtsmaterial für Lehrer. Eine Übung besteht etwa darin, Geschlechtsorgane zu basteln (s. oben).

Schmied kündigte an, die Publikation zu prüfen und gegebenenfalls umschreiben zu lassen.

 

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