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Heißer Ski-Poker um Benni Raich

Im Skizirkus bahnt sich ein Sensationstransfer an. Benni Raich (32) könnte „Langzeit-Liebe“ Atomic verlassen, testet schon Head und Fischer.

Obwohl die Skisaison längst vorbei ist, hat Raich zurzeit Dauerstress. Der Pitztaler ist auf der Suche nach dem richtigen Skiausrüster. Vieles deutet daraufhin, dass unser Weltcup-Star unmittelbar vor einem Markenwechsel steht. Anfang April testete der Noch-Atomic-Pilot Head. Am Dienstag Fischer-Modelle (Slalom, Riesentorlauf) im Alpin-Zentrum Innerkrems. Und heute schnallt er sich im Pitztal ein zweites Mal die Head-Latten an.

Bei Atomic soll Raich eine Million verdient haben
Der Poker um Österreichs erfolgreichsten aktiven Skirennläufer (35 Weltcupsiege) ist damit eröffnet. Fischer hat Raich bereits ein Angebot mit einem Fixum gelegt. Rennsportleiter Sigi Voglreiter bestätigt: „Das stimmt. Aber er muss realistisch bleiben. Bei uns gibt es sicher nichts nachzuverhandeln.“ Daraufhin hat Head gleich einmal um 300.000 Euro mehr geboten. Head-Renndirektor Rainer Salzgeber: „Raich ist auf uns zugekommen. Wir haben aber sehr viele Anfragen.“

Kolportiert wird, dass der Tiroler zuletzt bei Atomic eine Million Euro kassiert hat. Eine Summe, die es in Zukunft wohl nicht mehr spielen wird. Fest steht: So „günstig“ wie jetzt hat es den 13 fachen Medaillengewinner noch nie gegeben. Grund: Die für Raich enttäuschende Saison ohne Olympia-Medaille und Gesamtweltcupsieg fällt bei den Verhandlungen ins Gewicht. Trotzdem: Der Pitztaler bleibt Österreichs heißeste Aktie auf dem Skimarkt!

Ultimatum an Raich: Bis Montag Entscheidung
Schon in der nächsten Woche könnte eine Entscheidung fallen. Das bestätigt Bruder Florian, der bei den Tests nicht von Bennis Seite weicht: „Benni wird alles ausprobieren und sich dann für das beste Material entscheiden.“

In der Zwischenzeit hat Atomic Raich ein Ultimatum gestellt. „Er muss sich bis Montag entscheiden“, so Rennchef Rudi Huber. „Unser Ziel ist, Benni zu halten, aber nicht um jeden Preis.“ Einiges hängt dabei auch von Aksel Lund Svindal (27) ab. Der Super-G-Olympiasieger aus Norwegen verlässt Atomic und soll sich mit Head einig sein. Salzgeber gegenüber ÖSTERREICH: „Unterschrieben ist noch nichts. Aber wir sind an Svindal dran.“