Österreicher stehen auf Italien und Kroatien

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Österreicher stehen auf Italien und Kroatien

Wenn es um den eigenen Urlaub geht, sind die Österreicher alles andere als Patrioten. Das geht aus der diesjährigen Tourismusanalyse der deutschen Stiftung für Zukunftsfragen hervor. Deren Leiter, Ulrich Reinhardt, sagte, eine Woche vor Beginn der weltgrößten Touruismusmesse ITB in der deutschen Hauptstadt, vor ausländischen Journalisten in Berlin: "Die Österreicher machen deutlich seltener im eigenen Land Urlaub als die Deutschen." Künftig würden sogar mehr Österreicher ihre Ferien in Italien und Kroatien verbringen als in der eigenen Heimat. "

Anders als die Deutschen
"Die Vorteile sind nicht ersichtlich", sagte Reinhardt als Begründung für die Distanz der Österreicher zum Urlaub im eigenen Land. Italien würde mit Kunst locken, Kroatien mit Küste und einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Hinzu komme in Österreich eine Konkurrenz zwischen den einzelnen Bundesländern: "Es wird nicht an einem Strang gezogen", sagte der Tourismusexperte über die Vermarktung Österreichs als Urlaubsland. Charakteristisch für den Österreicher sei die höhere Reiseintensität als bei den Deutschen und die Tatsache, dass er mehr Geld ausgebe als diese. Auch bei den Städtereisen zieht es die Österreicher, anders als die Deutschen, ins Ausland. Worin sich aber beide Nationen gleichen: Eine Spaltung der Bevölkerung in "mobil" und "nicht mobil" wäre immer stärker auszumachen, sagte Reinhardt.

Im Schnitt 5 Tage

Knapp die Hälfte der Einwohner könne sich eine Reise von mehr als 5 Tagen nicht leisten. Andererseits würde jeder dritte Österreicher mehr als einmal im Jahr Urlaub machen, wobei beim Zweiturlaub in erster Linie Erholung und Verwandtenbesuche als Motive angegeben werden. Zwei Drittel der Österreicher verreisen im Sommer, und "Winterurlaub macht der Österreicher sowieso", so Reinhardt.

Als Verkehrsmittel zum Verreisen sei das Flugzeug bei den Österreichern deutlich beliebter als bei den Deutschen. Anders als bei anderen Nationen scheint das eigene Land nicht unter den "Top Ten" auf, wenn es um die Wunschdestination geht. Allerdings habe Österreich im Lauf der vergangenen 20 Jahre die Hälfte der deutschen Gäste eingebüßt, sagte der deutsche Tourismusexperte. Österreich werde zunehmend zur Zweitdestination für Wellness und Städtereisen. Zu den Auswirkungen der Revolten in Nordafrika auf das Reiseverhalten sagte Reinhardt, dass die Touristen kurzfristig andere Destinationen ansteuern würden, "Ägypten und Tunesien aber sicher wieder kommen" würden. Mit dem Ausbruch der Unruhen seien die Urlaubspreise auf den kanarischen Inseln um 12,8 Prozent gestiegen, dennoch wären sie derzeit ausgebucht.
 

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