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Cup-Held Safar macht's wie Lehmann

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Elfer-Killer Szabolcs Safar - der Austria-Goalie machte es genauso wie Jens Lehmann. Auf einem Zettel hatter jeden Paschinger Schützen.

Im Elferschießen beim Cup-Achtelfinalmatch gegen Pasching mutierte Szabolcs Safar zum Helden. Bei allen vier Schüssen des Bundesliga-Zweiten war der 18-fache Nationalgoalie Ungarns im richtigen Eck, den letzten Schuss von Michi Baur hielt er – die Aus-tria steht dank Safar im Viertelfinale.

Trick
Viermal im richtigen Eck. Doch Glück war da keins im Spiel. Sondern eine penible Vorbereitung. Denn Safar machte es wie Jens Lehmann bei der WM. Im Viertelfinal-Krimi gegen Argentinien hatte der deutsche Keeper zwei Elfer gehalten, sprang viermal ins richtige Eck. Sein Geheimnis: in seinem Stutzen steckte ein Zettel auf dem ihm DFB-Tormanntrainer Andreas Köpke genau aufgeschrieben hatte, welcher Argentinier wohin schießen wird.

Spitzel
Lehmanns Erfolgsrezept funktioniert auch für Safar. Dessen Spion: Austrias Goalie-Coach Franz Gruber. Der 39-Jährige beobachtet seit vier Jahren alle Gegner der Veilchen genau, führt penibel Buch. Gruber weiß deshalb alles über deren Taktik und Verhalten bei Standardsituationen.

Und er schaut auch, wohin die Elfmeterschützen zielen. Für Safar schrieb er kurz vor dem Elferschießen genau das Eck von jedem Paschinger auf einen kleinen Zettel. Der Ungar hielt sich dran und wurde zum großen Helden.

Tipps für Schützen
Doch Gruber spielt seinen Anteil am Erfolg herunter, lobt stattdessen Safar: "Es sind nicht nur meine Tipps. Er antizipiert auch sehr gut, kann einen Schützen perfekt ausschauen. " Unglaublich: Gruber gab auch den Austria-Schützen Tipps. Denn er wusste, das Paschings Goalie Schicklgruber immer stehen bleibt. Alle Veilchen trafen sicher ins Eck.

Von Tobias Schild/ÖSTERREICH

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