Eriksen

Via Facetime aus Spital

Eriksen meldete sich bei Kollegen

Via Facetime meldete sich Christian Eriksen bei den Teamkollegen.

Kopenhagen. Zur Überraschung vieler An­hänger wurde die Partie zwischen Dänemark und Finnland nach dem tragischen Vorfall um Christian Eriksen fort­gesetzt. Das geschah auf Antrag der Spieler von beiden Mannschaften. Ein Grund war vermutlich auch, dass sich Eriksen via Facetime bei seinen Teamkollegen meldete. „Wir haben Kontakt mit Christian gehabt, und die Spieler haben mit ihm gesprochen. Es geht ihm gut“, sagte der Direktor des dänischen Fußballverbandes DBU, Peter Møller, dem Rundfunksender DR. Somit ging das Spiel 1:48 Stunden nach dem Vorfall wieder weiter. Vor dem Wiederanpfiff versammelten sich die dänischen Spieler im Kreis und hielten einige Momente inne.

Drama am zweiten EM-Tag

Kopenhagen. Riesiger Schock für die gesamte Fußballwelt: Beim Spiel zwischen Dänemark und Finnland ist es zu einem tragischen Zwischenfall um den dänischen Star Christian Eriksen gekommen. In der 43. Minute geriet der Spieler von Inter Mailand ohne Fremdeinwirkung ins Taumeln, kollabierte und blieb regungslos am Boden liegen. Im Parken-Stadion war die Atmosphäre plötzlich gespenstisch.

Teamkollegen bilden einen Sichtschutz

Die Spieler auf dem Feld erkannten den Ernst der Lage sofort und riefen medizinische Hilfe herbei. Sanitäter kämpften danach minutenlang um das Leben Eriksens, dramatische Szenen spielten sich auf dem Rasen ab. Es war zu ­sehen, wie Rettungskräfte eine Herzmuskelmassage bei ihm durchführten. Dänemarks Thomas Delaney reagierte geistesgegenwärtig, holte seine Teamkollegen, die mit Tränen in den Augen einen Sichtschutz bildeten. Spätestens jetzt war allen Beteiligten bewusst, dass es sich um eine lebensbedrohliche Situa­tion handelt.

Fans, Trainer und Spieler standen unter Schock

Zuschauer, Trainer und Spieler standen unter Schock. Viele schlugen die Hände vor das Gesicht. Im Stadion wurde es still. Die finnischen Akteure gingen frühzeitig in die Kabine. Von der zu Beginn herrschenden Euphorie im Stadion war schlagartig nichts mehr zu spüren. Nach bangen 20 Minuten ging ein Raunen durch die Menge, gab es aufmunternden ­Applaus und „Eriksen“-Sprechchöre. Er wurde auf einer Rettungstrage, unter Sichtschutz und begleitet von seinen Mitspielern, vom Feld gefahren. Die Partie wurde natürlich unterbrochen. Ein Stadionsprecher forderte das Publikum auf, sitzen zu bleiben, „bis es weitere Informationen gibt“.

Um 19.31 Uhr kam die erlösende Nachricht

Um 19.31 Uhr kam die erlösende Nachricht vom dänischen Fußballverband. Eriksen war bei Bewusstsein und stabilisiert. Der 29-Jährige sei „wach“ und „zu weiteren Unter­suchungen im Krankenhaus“, schrieb der DBU auf Twitter. Im Stadion brandete Applaus auf, als die Nachricht bekannt wurde. Die Erleichterung war riesengroß.

Vater: Eriksen kann atmen und sprechen

Noch mehr, als Eriksens Agent Martin Schoote im niederländischen Radio sagte, er habe kurz mit dem Vater des 29-Jährigen gesprochen, der ihm gesagt habe, dass Eriksen atmen und sprechen könne: „Das sind die Nachrichten, die wir im Moment haben und über die wir froh sind.“ Um 20.30 Uhr wurde das Spiel fortgesetzt.