Federer verlor zum ersten Mal seit 2003 gegen Roddick

Nicht in Form

Federer auch in Miami vorzeitig gescheitert

Den Nimbus des Unbesiegbaren hat der schweizer Weltranglistenerste schon länger nicht mehr. In Miami zog er gegen Roddick den kürzeren.

Roger Federer hat auch in seinem heuer vierten Turnier vorzeitig verloren und muss weiter auf sein erstes Finale 2008 warten. Der Schweizer Weltranglisten-Erste unterlag Andy Roddick (USA/6), den er zuletzt elfmal en suite bezwungen hatte, im Viertelfinale des Masters-Series-Turniers von Miami (3,77 Mio. Dollar) nach knapp zwei Stunden 6:7(4),6:4,3:6. Für das Damen-Endspiel qualifizierten sich indes Serena Williams und Jelena Jankovic.

Den Nimbus des (nahezu) Unbezwingbaren hat Federer freilich abgelegt. Der 26-jährige Schweizer, der allerdings seit seiner Erkrankung am Pfeiffer'schen Drüsenfieber noch nicht hundertprozentig zu seiner Form gefunden hat, war mit einer 17:1-Bilanz im Head-to-Head mit dem US-Amerikaner ins Match gegangen. Doch in Miami gelang dem frisch verlobten Roddick der erste Sieg über den Schweizer seit Sommer 2003. "Es ist wirklich schade, dass die Partie so verlaufen ist. Ich bin vor allem enttäuscht über mein Spiel im Tiebreak und im achten Game im dritten Satz", erklärte Federer.

Damen-Finale lautet Williams - Jankovic
Das Damen-Endspiel bestreiten Titelverteidigerin Serena Williams (USA-8) und Jelena Jankovic (SRB-4). Williams , die zuvor schon die Weltranglisten-Erste Justine Henin eliminiert hatte, rang die Nummer 4 der Welt, Swetlana Kusnezowa (RUS), mit 3:6,7:5,6:3 nieder. "Ich habe viel mehr Fehler gemacht, als im Viertelfinale und Swetlana hat ganz anders gespielt als erwartet. Als ich mich daran gewöhnt hatte, war es okay", meinte Williams.

Jankovic ist nach einem 6:1,6:4 über Wera Swonarewa (RUS) ihre Gegnerin und wird Kusnezowa am Montag als Nummer 3 der Welt ablösen. Gewinnt sie das Turnier, könnte die Serbin sogar auch ihre Landsfrau Ana Ivanovic von Platz 2 verdrängen. Für Jankovic grenzt es an ein Wunder, dass sie überhaupt noch im Bewerb ist: Schon in Runde 1 lag sie gegen die Schweden Sofia Arvidsson im letzten Satz mit 1:5 zurück, rettete sich ins Tie-Break und wehrte in diesem nicht weniger als fünf Matchbälle ab.