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Promi schenkt Tochter Äffchen

Prinz Marcus von Anhalt handelt sich mit weihnachtlichem Tier-Geschenk Schlagzeilen und Kritik ein.

Prinz Marcus von Anhalt machte in sozialen Medien publik, seiner Tochter ein gerade einmal zwei Monate altes Affenbaby geschenkt zu haben. Dafür hagelte es für den Promi prompt jede Menge Kritik als verspätetes Weihnachtsgeschenk. Die Tierschutz-Organisation Peta kritisiert Prinz Marcus dafür scharf, dass sich das Tierkind nun in der Privathaltung befindet, obwohl es eigentlich monatelang auf die Milch und die Versorgung seiner Mutter angewiesen ist.

Pavian und nicht Kapuzineräffchen

Die Tierrechtsorganisation appelliert nun in einem Schreiben an Prinz Marcus, das Tier umgehend in fachgerechte Hände abzugeben, und bietet die Vermittlung in eine anerkannte Auffangstation an. Sie weist darauf hin, dass die Einzelhaltung sozial lebender Affen Tierquälerei bedeutet und in Deutschland illegal ist. Zudem handelt es sich nach Einschätzung der Organisation den publizierten Fotos zufolge nicht um einen Kapuzineraffen, wie von Prinz Marcus angenommen, sondern um ein Pavianbaby, welches im ausgewachsenen Zustand bis zu 30 Kilo schwer und den Kindern gefährlich werden kann.

Skrupelloser Exoten-Handel

„Bei den skrupellosen Geschäften mit ‚Exoten‘ geht es einzig darum, möglichst viel Profit zu erzielen. Häufig werden die Tierkinder ihren Eltern gewaltsam entrissen, um sie als süße Tierbabys vermarkten zu können. Der völlig ungeregelte Handel mit exotischen und teils streng geschützten Tieren nimmt immer schlimmere Ausmaße an; oft werden sie sogar an absolute Laien verkauft, wie in diesem Fall. Es ist schockierend, dass prominente Menschen wie Prinz Marcus diesen grausamen Handel unterstützen und dadurch vielleicht noch weitere Menschen dazu anregen, exotische Tiere zu halten“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei Peta. „Eine artgerechte Haltung von Affen ist insbesondere in Privatwohnung nicht möglich. Auch in Deutschland floriert das Geschäft mit Affen und anderen Wildtieren. Der Verkauf und die Privathaltung von exotischen Tieren müssen endlich verboten werden.“

Exoten-Haltung weitgehend unreglementiert

Primaten gehören zu den am meisten gehandelten exotischen Säugetieren auf Verkaufsplattformen für exotische Tiere im Internet. In Deutschland sind der Handel mit und die Haltung von sogenannten Exoten in Privathand weitgehend unreglementiert. Tierschutz-Organisationen kritisieren, dass bei einem entsprechenden Preis sogar streng geschützte und äußerst empfindliche Tierarten selbst an Laien verkauft werden.

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Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 10. Jänner 2021, 18:30 Uhr.
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