In der Heimat

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Eisiger Gegenwind für den Papst

Der Flughafen Berlin-Tegel, Donnerstagvormittag: Wenige Augenblicke nach seiner Ankunft verschwindet das Gesicht von Papst Benedikt XVI. plötzlich hinter der Bekleidung – eine eisige Windböe „verweht“ ihn regelrecht.

Es ist ein wenig ein Bild mit Symbolcharakter: Denn beim ersten Staatsbesuch in seiner Heimat musste der Papst einiges an Kritik wegstecken ..

Diashow "Papst-Mania" in Deutschland

Papst zu Besuch in Deutschland

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Protest im Bundestag
Seiner ersten Rede überhaupt im Bundestag blieben fast 100 von 620 Abgeordneten, meist Vertreter von SPD, Grüne und Linken, fern. Sie sehen das Parlament als ungeeigneten Ort für die Papstrede. Vor dem Parlament demonstrierten Hunderte gegen die „Geschlechter- und Sozialpolitik“ des Papstes,

Die Mussbrauchsopfer der katholischen Kirche haben enttäuscht auf die Rede des Papstes im  Bundestag reagiert und Selbstreflexion vermisst. Der Papst habe über Macht und Recht gesprochen, sei aber auf seine Rolle als Mächtiger nicht eingegangen, kritisierte Matthias Katsch, Sprecher der Organisation "Eckiger Tisch", in dem sich Missbrauchsopfer aus Jesuitenschulen zusammengeschlossen haben.

Bereits zu Mittag kam es zum ersten Zwischenfall: Während des Treffens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Sitz der Deutschen Bischofskonferenz hisste ein Unbekannter im Haus gegenüber ein Plakat mit der Aufschrift „Ratzi fuck off“ – die Polizei muss einschreiten. Trotzdem bliebt der Papst gelassen: „Das ist normal in einer freien Gesellschaft.“

Papst: „Es geht um Begegnung mit Menschen.“
Viel freundlicher war da schon der Empfang: Bundespräsident Christian Wulff sagte: „Willkommen zu Hause, Heiliger Vater“ und 1.000 geladene Gäste applaudierten. Papst Benedikt XVI. stellte klar: „Ich bin nicht hierhergekommen, wie es andere Staatsmänner tun, um bestimmte politische und wirtschaftliche Ziele zu verfolgen, sondern um den Menschen zu begegnen und mit ihnen über Gott zu sprechen.“ Das Kirchenoberhaupt beklagte aber auch die zunehmende Gleichgültigkeit der Menschen gegenüber der Religion.

Bei seinem Überflug richtete der Papst auch Grüße an Österreich: „Gottes Schutz und Segen für die Österreicher.“ Am Abend feierte er im Berliner Olympiastadion mit 61.000 Gläubigen eine Messe – sein Besuch dauert bis Sonntag.

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