Feuerwehrmann zu Tode geprügelt

Bestürzung in Augsburg

Feuerwehrmann zu Tode geprügelt

In Augsburg kam es zu einem schrecklichen Mord an einem Feuerwehrmann.

Augsburg. Nach dem Mord an einem Feuerwehrmann in Augsburg trauert die ganze Stadt. 150 Feuerwehrleute versammelten sich um einem Kameraden, Roland S. (49 Jahre), die letzte Ehre zu erweisen.

Auf dem Heimweg

Der Mann war auf dem Heimweg vom Weihnachtsmarkt, als er vor den Augen seiner Ehefrau getötet wurde. Nach dem Verbrechen am Freitagabend in der Innenstadt sollen insgesamt sieben junge Männer vom Tatort geflohen sein. Nun hat die Polizei in Augsburg die sieben junge Männer festgenommen.

Auslöser zunächst unbekannt 

Der getötete Feuerwehrmann war mit seiner Frau und noch einem Paar auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs. Als sie den Markt verlassen wollten, trafen sie auf die sieben Tatverdächtigen. Laut Zeugenberichten, waren die jungen Männer sehr laut. Roland S., Spitzname "Roli" und sein Begleiter sollen die Jugendlichen ermahnt haben und dann kam es zur tödlichen Tat. Der Feuerwehrmann wird von einem Hieb so stark am Kopf getroffen, dass er zu Boden sinkt. Sein 50-jähriger Freund wird im Gesicht getroffen und schwer verletzt. Ihre Frauen müssen die schreckliche Tat beobachten und können nichts tun. Die Schläger flüchten, Erste Hilfe wird durch die Polizei geleistet. 50 Minuten später stirbt Roland S. im Krankenwagen. Ein Polizeisprecher spricht von einem Schlag als Todesursache.

Haupttäter 17-Jähriger

Ein 20-köpfiges Ermittler-Team wertete danach Videomaterial aus 14 Überwachungskameras aus. Keine 48 Stunden nach der Tat nahmen Ermittler am Sonntagnachmittag zunächst den mutmaßlichen Haupttäter und einen weiteren Verdächtigen fest, wie die Polizei und das bayerische Innenministerium mitteilten. Fünf weitere Festnahmen gab die Polizei bekannt. Es handle sich ebenfalls um junge Männer. Nach der Auswertung von Videomaterial wurden also insgesamt sieben Männer festgenommen. Haupttäter ist der 17-jährige Halid S. Der Deutsche, der polizeibekannt ist, soll auch die türkische und die libanesiche Staatsangehörigkeit haben. Sein mutmaßlicher Komplize Alessio L., ein 17.jähriger Italiener wird auch gefasst.

Beide sollen dem Haftrichter vorgeführt werden.

Sehr große Anteilnahme

Die Tat löste bundesweit Entsetzen aus. Deutschlands Innenminister Horst Seehofer (CSU) sagte: "Was mich wirklich aufgewühlt hat, ist, dass in Augsburg ein friedfertiger Bürger totgeschlagen wurde, schlichtweg totgeschlagen wurde. So etwas wühlt mich auf." Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach den Angehörigen des Feuerwehrmanns sein Mitgefühl aus. Am Montag werden bundesweit in allen Feuerwehr- und Rettungswachen brennende Kerzen für den getöteten Feuerwehrmann aufgestellt.
 

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