Durch einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" wird bekannt, dass in der Wohnung des 80-jährigen Münchners Cornelius Gurlitt etwa 1.500 Gemälde von Meistern der klassischen Moderne entdeckt und beschlagnahmt wurden - darunter Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse, Marc Chagall, Emil Nolde, Franz Marc, Max Beckmann oder Max Liebermann. In der Folge werden immer mehr Details bekannt. So war die Beschlagnahme bereits im Februar 2012 erfolgt, auch in Salzburg besitzt Gurlitt ein Haus. Schließlich wird der zunächst kolportierte "Milliardenwert" der Kunstfundes immer mehr reduzieret, gleichzeitig wächst die Kritik an den Behörden. Der größte Teil dürfte sich rechtmäßig im Besitz des alten Mannes befinden, eine Rückgabe möglicher "Raubkunst" scheint gesetzlich überaus schwierig.

NS-Raubkunst

Gurlitt führt Gespräche mit Erben

Anwalt: Sammler auf der Suche nach "fairen und gerechten Lösungen".

Der Münchner Kunstsammler Cornelius Gurlitt steht nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" bereits in Kontakt mit Erben wegen der Rückgabe möglicher NS-Raubkunst. "Wir führen bereits Gespräche mit den Erben", sagte Gurlitts Anwalt Hannes Hartung der Zeitung (Donnerstagsausgabe).

Zuvor hatte Hartung bereits der dpa gesagt, Gurlitt sei gewillt, sich die Forderungen von Erben "anzusehen" und "faire und gerechte Lösungen" auszuhandeln. Das Zitat seines Mandanten, den der "Spiegel" mit "Freiwillig gebe ich nichts zurück, nein, nein" zitiert hatte, sei "sicher falsch und verzerrend" gewesen, sagte Hartung laut "FAZ".

Eine "offene und integre Handhabung" ähnlicher Angelegenheiten habe Gurlitt schon im Fall des Gemäldes "Der Löwenbändiger" von Max Beckmann gezeigt, in dem er sich vor dem Verkauf mit den Erben geeinigt hatte.
 

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