Kritik an Opossum-Weitwurfbewerbs

Neuseeland

Kritik an Opossum-Weitwurfbewerbs

Für einen Opossum-Weitwurfbewerb muss eine Schule in Neuseeland heftige Kritik einstecken. Solche "archaischen" Veranstaltungen dürfe es im Jahr 2010 nicht mehr geben, sagte der Leiter der neuseeländischen Gesellschaft für Tierschutz, Danny Auger, der Zeitung "Manawatu Standard" vom Mittwoch. Bei dem Wettbewerb schwingen die Schüler tote Opossums über dem Kopf und schleudern die Beutelratten dann möglichst weit über den Schulhof.

Das Werfen toter Tiere sei zwar nicht illegal, aber "moralisch falsch", kritisierte Auger. Wenn die Kinder der Schule in Colyton auf der Nordinsel Neuseelands lernten, dass das Herumschleudern toter Opossums in Ordnung sei, täten sie das vielleicht auch mit Haustieren.

Opossums stehen in Neuseeland in keinem guten Ruf: Während die Tiere in ihrer Heimat Australien unter Schutz stehen, gelten sie in Neuseeland als Plage. Seit ihrer Einführung im 19. Jahrhundert durch den Menschen breiteten sie sich dort explosionsartig aus und gefährden nach Angaben der Regierung unter anderem das Überleben einheimischer Vogelarten.

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