Video zum Thema 'Gelbwesten'-Proteste legen Paris lahm
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Schwere Krawalle in Frankreich

'Gelbwesten': Polizei feuert Tränengas auf Demonstranten

Am Rande der "Gelbwesten"-Proteste in Frankreich sind rund tausend Menschen vorläufig festgenommen worden. Mehr als 720 seien weiter in Polizeigewahrsam, hieß es am Samstagnachmittag von Seiten der Polizei.

Die meisten Festnahmen erfolgten demnach in Paris. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten am Nachmittag landesweit auf fast 77.000.
 

201812084996.jpg © EPA/IAN LANGSDON

Brennpunkt Champs-Elysees

 
Besonders brisant ist die Lage wie schon vor einer Woche auf dem Boulevard Champs-Elysees in der Hauptstadt: Dort gibt es bereits am Morgen erste Zusammenstöße zwischen "Gelbwesten" und der Polizei. Die Beamten rücken mit Helmen und Schutzschilden gegen die Demonstranten vor und feuern Tränengas ab.

Die meisten Einzelhändler auf den Champs-Elysees sind dem Aufruf der Polizeipräfektur gefolgt und haben ihre Schaufenster mit Holzplatten verrammelt. Eine Gruppe von Demonstranten versucht, die Absperrungen des Nobelkaufhauses Drugstore Publicis in Brand zu setzen. Einzelne dringen in das Geschäft ein, werden aber mit Tränengas vertrieben. Eine Frau wird am Kopf verletzt.
 

201812084095.jpg © APA/AFP

 

"Volksaufstand"

In der Nähe des Kaufhauses löschen Feuerwehrleute brennende Weihnachtsbäume. Immer mehr Vermummte kommen vor dem Triumphbogen zusammen, der am vergangenen Wochenende von Randalierern beschmiert und zum Teil verwüstet wurde. Einzelne schwenken die Trikolore als Zeichen für den selbst ernannten "Volksaufstand".

"Die Regierung benutzt die Randalierer, um die Gelbwesten zu diskreditieren", empört sich ein 50-jähriger Demonstrant am Triumphbogen, der von Anfang an bei den Protesten dabei ist. Innenminister Christophe Castaner hat von einem "Monster" gesprochen, das seinen Schöpfern entgleitet, und hat damit viele Aktivisten empört.

"Macron, gib das Geld zurück", steht auf einem gelben Banner, das zwei Demonstranten tragen. Sie fordern eine Wiedereinführung der Vermögensteuer, deren Abschaffung den früheren Investmentbanker in den Augen vieler Franzosen zum "Präsident der Reichen" gemacht hat.

Macron: Vermögenssteuer kommt nicht zurück

Noch am Freitag hat Macron ein solches Zugeständnis kategorisch ausgeschlossen. Der 40-Jährige würde damit einen Teil seiner Wählerschaft verprellen. Dafür hat er all jene Wähler an die "Gelbwesten" verloren, die ihm sein Wahlkampfversprechen geglaubt haben, für mehr sozialen Ausgleich zu sorgen. "Macron ist ein Dieb", hat jemand auf das Schaufenster einer Bank gesprüht.

"Macron, wir kommen dich holen", skandiert eine Gruppe Demonstranten. Doch der Aufruf zu einem "Sturm" auf seinen Amtssitz, den Elysee-Palast, läuft ins Leere: Die Umgebung ist weitgehend abgeriegelt.
 

Deutlich weniger Menschen unterwegs

An der berühmten Pyramide vor dem Louvre sind deutlich weniger Menschen unterwegs als sonst, Richtung Concorde-Platz ziehen Menschen mit gelben Westen, Sirenen sind zu hören.

Michael und seine Tochter Rafaela sind aus Wien nach Paris gekommen und wollten sich die klassischen Pariser Sehenswürdigkeiten anschauen. "Jeder ist ein bisschen angespannt", sagt der 36-Jährige. "Aber wir machen uns nicht richtig Sorgen. Wir schauen uns um und weichen aus, wenn irgendetwas ist." Er bedauert nur, dass der Eiffelturm geschlossen ist, den seine Tochter gerne sehen wollte.
 

Geisterstadt

Auf den Grands Boulevards, wo sonst Horden von Einkäufern flanieren, herrscht gespenstische Leere. Dort sind erstmals blaue Panzerfahrzeuge der Militärpolizei im Einsatz und räumen eine brennende Barrikade weg.

Der 69 Jahre alte Pariser Gerard, der "wie jeden Samstag einen Cafe trinken will", ist perplex angesichts der massiven Polizeipräsenz: "Man könnte glauben, es herrscht Krieg - ich hätte nie gedacht, so etwas einmal in Paris zu erleben."
 

Französischer Premierminister setzt auf Dialog

Der französische Premierminister Edouard Philippe setzt auf Dialog mit den Demonstranten der sogenannten "Gelbwesten"-Bewegung. "Der Dialog hat begonnen und muss fortgesetzt werden", sagte Philippe am Samstagabend nach den jüngsten Ausschreitungen in Paris und anderen Städten. Präsident Emmanuel Macron werde sich äußern "und Maßnahmen vorschlagen, die diesem Dialog Nahrung geben" sollen.

Am Samstag, zum Auftakt des vierten Protestwochenendes gegen steigende Lebenshaltungskosten und die Politik Macrons, gingen nach Angaben von Innenminister Christophe Castaner landesweit rund 125.000 Menschen auf die Straße. Es habe 1385 Festnahmen gegeben. Die meiste Gewalt gab es in der Hauptstadt Paris. Dort wurden nach Angaben von Krankenhäusern 126 Verletzte behandelt.

Philippe dankte bei einem Besuch im Innenministerium den Sicherheitskräften. Die Beamten waren diesmal allein in der Hauptstadt mit einem Großaufgebot von 8000 Kräften im Einsatz. Landesweit waren insgesamt 89.000 Sicherheitskräfte auf den Straßen unterwegs.

 

Verkehr auf Pariser Ringautobahn blockiert

Die neuen Proteste der "Gelbwesten" haben massive Verkehrsbehinderungen in der französischen Hauptstadt Paris verursacht. Mehrere hundert Demonstranten blockierten am Samstagmorgen zeitweise die wichtige Ringautobahn Peripherique. Die Polizei löste die Blockade auf, ohne dass es zu Zusammenstößen kam.
 
Video-Aufnahmen eines Journalisten der Zeitung "Le Figaro" zeigen Menschen in Warnwesten, die sich vor stehenden Autos auf die Fahrbahn legten. Laut der Zeitung "Le Parisien" verließen die Demonstranten jedoch die Straße schließlich, um sich Protesten an anderen Orten der Stadt anzuschließen.
 
Landesweit verursachten die "Gelbwesten" Behinderungen auf den Autobahnen. Die A6 war nördlich von Lyon nach Angaben des Autobahnbetreibers seit 04.30 Uhr gesperrt. Die A10 wurde gegen Mittag wieder für den Verkehr freigegeben, nachdem "Gelbwesten" in der Nacht Paletten und Reifen angezündet hatten.
 

Proteste auch in Brüssel

 
In Brüssel im Nachbarland Belgien wurden bei "Gelbwesten"-Protesten nach Angaben der Polizei rund 400 Menschen festgenommen. Vor allem im Europaviertel der Hauptstadt kam es zu Zusammenstößen von Demonstranten mit der Polizei. Insgesamt hätten sich rund 1000 Menschen an den Protesten beteiligt, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Rund 500 Menschen seien bis vor die EU-Gebäude in der Innenstadt gezogen, die von der Polizei abgeriegelt worden seien, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Einem kleinen Teil der Gruppe sei es gelungen, die Barrikade zu durchbrechen. Dabei seien Flaschen und ein Wegweiser auf Polizisten geworfen worden. Diese hätten mit Tränengas reagiert.

Zeitgleich besetzten mehrere Hundert "Gelbwesten" einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Brüsseler Europaviertel. Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen die Straßenbesetzer vor. In kleinerem Umfang gab es auch in den Niederlanden Protestaktionen.
 
 
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22:14
 

Frankreichs Premierminister setzt auf Dialog mit den "Gelbwesten"

Der französische Premierminister Edouard Philippe setzt auf Dialog mit den Demonstranten der sogenannten "Gelbwesten"-Bewegung. "Der Dialog hat begonnen und muss fortgesetzt werden", sagte Philippe am Samstagabend nach den jüngsten Ausschreitungen in Paris und anderen Städten. Präsident Emmanuel Macron werde sich äußern "und Maßnahmen vorschlagen, die diesem Dialog Nahrung geben" sollen.

Am Samstag, zum Auftakt des vierten Protestwochenendes gegen steigende Lebenshaltungskosten und die Politik Macrons, gingen nach Angaben von Innenminister Christophe Castaner landesweit rund 125.000 Menschen auf die Straße. Es habe 1385 Festnahmen gegeben. Die meiste Gewalt gab es in der Hauptstadt Paris. Dort wurden nach Angaben von Krankenhäusern 126 Verletzte behandelt.

22:10
 

In Toulouse verbrannten Demonstranten sogar die Weihnachstdeko

20:44
 

Über 130 Verletzte

118 Demonstranten und 17 Sicherheitskräfte seien verletzt worden, sagte Castaner. Es ist das vierte Wochenende in Folge, an dem die Bewegung der "Gelben Westen" in Frankreich massiv auf die Straße geht. Die Polizei griff dieses Mal schon vor Beginn der Proteste in Paris durch: Bereits in der Früh wurden mehrere Hundert Menschen festgenommen. Grund sei in den meisten Fällen gewesen, dass die Menschen sich einer Gruppe angeschlossen hätten, die "Gewalt gegen Personen oder die Zerstörung von Gegenständen" vorbereitet habe, hieß es bei der Polizei. Bis zum frühen Abend stieg die Zahl der Festnahmen in Paris demnach auf mindestens 738 - deutlich mehr als am gesamten vergangenen Samstag. Mehr als 550 Menschen kamen in der Stadt in Gewahrsam. 55 wurden verletzt, darunter drei Einsatzkräfte.

20:43
 

125.000 Demonstranten in Frankreich unterwegs

An den Demonstrationen der "Gelbwesten" in Frankreich haben sich bis zum Abend rund 125.000 Menschen beteiligt, sagte Frankreichs Innenminister Christophe Castaner bei einer Pressekonferenz. Davon seien 10.000 in der Hauptstadt Paris gezählt worden. Im ganzen Land habe es knapp 1400 Festnahmen gegeben, mehr als 970 Menschen seien in Gewahrsam genommen worden.

19:27
 

Kein Witz: Erdogan kritisiert "exzessives" Vorgehen der französischen Polizei gegen Proteste

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Sorge über das harte Vorgehen der Polizei gegen "Gelbwesten"-Proteste in Europa geäußert. Er sei gegen eine "exzessive Gewalt" gegen die Demonstranten, sagte Erdogan am Samstag am Rande einer Veranstaltung in Istanbul.

"Die, die unsere Polizei der Unterdrückung bezichtigt haben, sollten sehen, was ihre Polizisten jetzt tun", sagte Erdogan. In Paris und anderswo gehe die Polizei gerade "auf die härteste Art vor". Die aktuellen "Chaos-Szenen" in Paris, Brüssel und anderen Städten zeigten, dass Europa beim "Test auf Demokratie, Menschenrechte und Freiheit" durchgefallen sei.

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Video zeigt: Polizei feuert Tränengas direkt auf Demonstranten

19:21
 

Klavier-Konzert mitten auf der Autobahn

Es müssen nicht immer Krawalle sein - manchmal sorgt auch ein kleines Klavier-Konzert auf der Autobahn für Stimmung.

19:15
 

Uma Thurman in Mitten der Demonstranten

Auch Hollywood-Star Uma Thurman war heute in Paris und mischte sich in die Menge, wie sie auf Instagram zeigt.

19:14
 

Vandalen verwüsteten diese Starbucks-Filiale

17:37
 

Tränengas hat Pause - Demonstranten singen lautstark die "Marseillaise", Frankreichs Nationalhymne

17:25
 

Am Boulevard Malsherbes, im Herzen Paris, brennen die Straßen

17:16
 

Immer wieder zertrümmern Vandalen Schaufenster

16:33
 

Rund 1000 Festnahmen bei Protesten in Frankreich

Am Rande der "Gelbwesten"-Proteste in Frankreich sind rund tausend Menschen vorläufig festgenommen worden. Mehr als 720 seien weiter in Polizeigewahrsam, hieß es am Samstagnachmittag von Seiten der Polizei.

Die meisten Festnahmen erfolgten demnach in Paris. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten am Nachmittag landesweit auf fast 77.000.

16:28
 

Auch in Amsterdam protestieren die "Gelbwesten"

15:40
 

Spektakuläres Video zeigt Protest-Ausmaß

Die Proteste weiteten sich von der Champs Elysee, längst in die Nebengassen und in andere Viertel von Paris aus. Es brennen weit mehr Pyros als auf vielen TV-Bildern zu sehen ist. Die Demo ist weit verstreut und die Einsatzkräfte gehen mit Schlagstöcken und Tränengas gegen die "Gelbwesten" vor - "deeskalierend sieht anders aus", kommentiert dieser Twitter-User.

15:10
 

"Gelbwesten" in Brüssel attackieren EU-Parlament

In Brüssel demonstrieren auch heute wieder "Gelbwesten". Dort attackierten sie sogar das EU-Parlamentsgebäude.

14:36
 

Demonstranten reissen Gerüst von Haus

Gefährliche Situation: "Gelbwesten" brachten ein meterhohes Bau-Gerüst zum Einsturz. Hoffentlich wurde niemand verletzt.

13:51
 

Nach wie vor aufgeheizte Stimmung

Der "Arc de Triomphe" ist im Moment abgeriegelt, aber in den Seiten-Strassen kommt es zu heftigen Zusammenstösse zwischen der Polizei und den Demonstranten.

13:35
 

Proteste unterwandert?

Die Spekulationen, dass die Proteste unterwandert seien, mehren sich. Dieses Twitter-Video sollen eine "seltsame Einheit mit eigenem Hoheitsabzeichen" zeigen, die auf "Gelbwesten" einprügelt.

13:01
 

Aufgeheizte Stimmung

Nach wie vor ist eine sehr angespannte Stimmung auf dem Champs Elysee. Von einer Entspannung kann keine Rede sein.

12:50
 

Verkehr blockiert

Die neuen Proteste der "Gelbwesten" haben massive Verkehrsbehinderungen in der französischen Hauptstadt Paris verursacht. Mehrere hundert Demonstranten blockierten am Samstagmorgen zeitweise die wichtige Ringautobahn Peripherique. Die Polizei löste die Blockade auf, ohne dass es zu Zusammenstößen kam.

12:21
 

Helikopter über dem Triumphbogen

11:30
 

1.500 Demonstranten aktuell

Rund 1500 Menschen hätten sich am Vormittag auf den Champs-Elysées versammelt, erklärte die Polizeipräfektur. Nach Angaben von Frankreichs Regierungschef Edouard Philippe wurden in Paris bis zum späten Vormittag 481 Menschen vorläufig festgenommen, 211 Menschen kamen in Polizeigewahrsam. Darunter seien Verdächtige, die Masken, Steinschleudern, Hämmer und Pflastersteine bei sich getragen hätten.

11:25
 

Knallkörper fliegen immer wieder

Mehrere Demonstranten bewerfen die Polizei unter anderem mit Knallkörpern und anderen Gegenständen.

11:13
 

Café zwischen den Fronten

11:11
 

Polizei eingekesselt

Zu Beginn hatten die Demonstranten gar die Polizei eingekesselt. Das hat sich aber schnell geändert. Inzwischen haben die Einsatzkräfte, die Gelbwesten wieder auf die Champs Elysee zurück gedrängt.

11:09
 

89.000 Polizisten

Bereits in der Früh fuhr die Polizei schwere Geschütze auf. 89.000 Mann sind heute im Einsatz.

11:08
 

Aktivisten spielen "Marseillaise"

Die Demonstranten spielen auf den Straßen lautstark die französische Nationalhymne.

11:07
 

Hartnäckig

Der "Gelbwesten"-Protest geht bereits in die dritte Woche und wird zu einer Kraftprobe für Präsident Macron.

10:58
 

Proteste beginnen mit Tränengas

screenshot.jpg © Screenshot

Wie TV-Bilder zeigen begannen die Proteste am Champs Elysee bereits mit Tränengas-Attacken, nachdem die Demonstranten versuchten eine Polizei-Absperrung zu durchbrechen.

10:57
 

Hunderte Festnahmen vor der Demo

Vor den Protesten gab es bereits in der Nacht hunderte Festnahmen - ob das zur Beruhigung der Lage beitragen wird?

10:52
 

Willkommen zum oe24-LIVETICKER!

Hier informieren wir über die aktuellen Vorgänge in Paris am Laufenden. Hunderte Demonstranten trafen bereits auf tausende Polizisten. dabei wurde bereits Tränengas eingesetzt. Es scheint so als würde die Gewalt in Frankreich weitergehen.

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