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Eklat

Ahmadinejad gibt USA Schuld für 9/11

Irans Präsident sorgte vor der UNO-Versammlung für einen Eklat.

Mit den schon erwarteten scharfen Angriffen auf den Westen und Israel hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Donnerstag auch dieses Jahr wieder für einen Eklat vor der UNO-Vollversammlung gesorgt. Diesmal legte Ahmadinejad aber noch einen - allerdings noch der genauen Deutung harrenden - Zahn zu: Als er erklärte, die US-Regierung selbst sei für die Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon vom 11. September 2001 verantwortlich, und zwar "um das zionistische Regime zu retten", verließen zahlreiche Diplomaten demonstrativ den
Saal.

Kritik
Der iranische Präsident kritisierte außerdem die US-geführten Kriege im Irak und in Afghanistan scharf. Die von religiösen Gruppen in den USA angedrohte Koranverbrennung sei ein Akt des Bösen. Die Wahrheit könne nicht verbrannt werden, erklärte Ahmadinejad mit einem Koran in der Hand.

Österreich verweigert
Die österreichische Delegation war diesmal gleich gar nicht in den Saal gekommen, um Ahmadinejad zu lauschen: Österreich habe mit Reden Ahmadinejads "schlechte Erfahrungen gemacht", erklärte Außenminister Michael Spindelegger in der "Zeit im Bild 2" - und daraus den Schluss gezogen: "Das haben wir nicht notwendig, uns das anzuhören." Im Vorjahr habe man bei den - schon notorischen - anti-westlichen und antisemitischen Ausfällen Ahmadinejads "auf das gemeinsame Signal der EU gewartet, den Saal zu verlassen - das kam nicht."

Vor dem Sitz der Vereinten Nationen demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen die Teilnahme des iranischen Präsidenten an der Generaldebatte der UNO-Vollversammlung demonstriert. "Ahmadinejad ist ein Terrorist", riefen die mit Plakaten und iranischen Fahnen ausgerüsteten Demonstranten am Donnerstag. Die Teilnehmer des Protests forderten auch lautstark einen Machtwechsel im Iran.



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