Amazonas: Einsamster Mann der Welt ist tot

Sein Stamm wurde vergiftet

Amazonas: Einsamster Mann der Welt ist tot

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26 Jahre überlebte er allein im Dschungel, sein Stamm wurde vergiftet.

Jetzt fand man ihn mit langen Federn bedeckt tot in der Hängematte vor seiner Hütte. Der rund 60- Jährige lebte im indigenen Gebiet der Tanaru im Bundesstaat Rondônia. Sein Stamm wurde vor rund 30 Jahren mit Rattengift ausgerottet. Gierige Viehzüchter versteckten das Gift im Zucker. Sechs Überlebende wurden erschossen.

Seither lebte er völlig allein im Dschungel. Näherten sich Fremde, vertrieb er sie mit Giftpfeilen. Seine Beutetiere versteckte er in Erdlöchern: "Jetzt wartete er auf den Tod, es gab keine Anzeichen von Gewalt", sagte Marcelo dos Santos, Experte für indigene Völker im Amazonasgebiet. Bevor er starb, bedeckte er seinen Körper mit den langen Federn von Aras. 

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