Bombenterror im Irak

Explosionen in Bagdad

150 Tote und Verletzte nach Anschlägen

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Eine Anschlagsserie erschüttert Bagdad und das nordirakische Kirkuk.

Im Irak steigt die Opferzahl nach einer neuerlichen Anschlagserie am Montag weiter. Nach letzten Polizei- und Sanitäterangaben wurden mehr als 150 Menschen getötet oder verletzt. Mindestens 39 Menschen seien ums Leben gekommen.

Allein in und um Bagdad wurden sechs Explosionen gezählt, darunter ein Autobombenanschlag und ein Selbstmordattentat. Auch in der nordirakischen Stadt Kirkuk explodierten vier Autobomben. Insgesamt wurden bei den Anschlägen mindestens 118 Menschen verletzt.

Al-Kaida plant weitere Aktionen
Bereits am Samstag hatte der Chef des des Al-Kaida-Zweigs Islamischer Staat im Irak (ISI), Abu Bakr al-Bagdadi, in einer Audio-Botschaft aufgerufen, "Richter und Staatsanwälte auszulöschen" und inhaftierte Aktivisten zu befreien. In seinem ersten Online-Statement, seitdem er 2010 zum Anführer von ISI bestimmt worden war, kündigte al-Bagdadi zudem den Start der Aktion "Wänder Niederreißen" an, wie das Onlineportal "news24" berichtete.

Priorität sei dabei, gefangen genommene Islamisten zu befreien, in einem zweiten Schritt sollten Richter, Staatsanwälte und "alle, die sie beschützen" eliminiert werden, erklärte er in einer Audio-Botschaft auf der radikalislamistischen Webseite "Honein". Die sunnitische Stämme im Irak rief al-Bagdadi auf, ihre Männer anlässlich der Rückkehr von Al-Kaida "in jene Regionen die sie einst verlassen hatte" - eine Anspielung auf die Gebiete, aus denen die ISI 2007 und 2008 von schiitischen Milizen und US-Truppen verdrängt worden war - zur Unterstützung zu schicken.

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