Aufgedeckt

Asylwerber pinkeln an Kirche: Die Wahrheit hinter diesem Foto

Die Empörung im Internet wegen dieses Bildes war groß,

Ein Foto, das "sechs Neubürger zeigt, die an das christliche Gotteshaus urinieren" (sic), sorgt im Internet für Aufregung. Es wurde schon tausendfach weiterverbreitet, auch von mehreren Usern auf der oe24-Fanpage. In einem der ersten Postings mit diesem Foto hieß es:

© oe24
Asylwerber pinkeln an Kirche: Die Wahrheit hinter diesem Foto

Der Blog mimikama.at, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Falschmeldungen aufzudecken, ist dem Foto auf den Grund gegangen und hat bei der Kirche auf dem Foto nachgefragt. Von Pater Matthias hat mimikama.at folgende Stellungnahme erhalten:

Momentan erhitzen sich die Gemüter „besorgter Bürger“ im Internet, weil ein besonders aufmerksamer Zeitgenosse dieses Bild online gestellt hat.

Seit einigen Jahren wird einer der Räume unserer Kirche von der eritreisch-orthodoxen Gemeinde benutzt.

Jeden Sonntag wird eine Eucharistie gefeiert. Junge Eritreer treffen sich oft auch nach der Messe am Wochenende diesem Raum. So hat sich eine gute ökumenische Beziehung zwischen der eritreischen Gemeinde und unserer katholischen Pfarrei St. Gertrud entwickelt. Ab und zu feiern wir gemeinsam ökumenische Gottesdienste.

Nach der Tradition der orthodoxen Christen in Eritrea und Äthiopien gehen die Gläubigen oft nicht in die Kirche hinein, sondern beten draußen vor der Kirche. Sie lehnen sich an die Wand des Gotteshauses und beten.

Die Männer auf diesem Bild beten gerade. Es ist nicht das, was so mancher „besorgte Bürger“ hier vermutet!“

Pater Matthias

http://www.st-gertrud-muenchen.de/



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