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Attentäter mit Verbindung zu Al-Kaida

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Wahab habe Beziehungen zu den London-Attentätern von 2005 gehabt.

Der mutmaßliche Selbstmordattentäter von Stockholm könnte Experten zufolge im Auftrag des irakischen Arms des Terrornetzwerks Al-Kaida gehandelt haben. In seinem Testament habe sich Taimur (Taymour) Abdel Wahab auf Terrordrohungen des irakischen Al-Kaida-Ablegers "Islamischer Staat Irak gegen Schweden" bezogen, behauptet das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen SITE am Montag.

Studium in Großbritannien
Wahab soll britischen Medienberichten zufolge im Jahr 1992 von Bagdad nach Schweden gekommen sein und zuletzt in Großbritannien studiert haben. Die britische Polizei untersuchte im Zusammenhang mit dem Stockholmer Anschlag am späten Sonntagabend ein Haus in der Grafschaft Bedfordshire nördlich von London. Laut dem Schwedischen Rundfunk wird auch vermutet, dass Wahab Kontakte zu den Attentätern der Londoner U-Bahn-Anschläge vom 7. Juli 2005 gehabt hat. Als Anhaltspunkt gilt Wahabs vermutete Nähe zu einer Art Terrorzelle in Luton, dem Hauptort von Bedfordshire.


Der im Mai von US-Soldaten getötete irakische Al-Kaida-Anführer Abu Omar al-Baghdadi hatte im September 2007 angekündigt, wegen der Veröffentlichung einer Skizze des Propheten Mohammed als Hund durch den schwedischen Künstler Lars Vilks Rache an Schweden üben zu wollen. Al-Baghdadi rief zu Anschlägen gegen schwedische Unternehmen wie Ericsson, Ikea und Volvo auf und bot ein Kopfgeld für die Tötung von Vilks an.

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