Mehr als einen Monat nach einem gescheiterten Putsch haben die Menschen in Benin am Sonntag ein neues Parlament gewählt.
Es wird erwartet, dass die Regierungskoalition von Präsident Patrice Talon gestärkt aus dem Urnengang hervorgeht. "Heute ist der Beginn eines besseren Lebens", sagte der 67-Jährige, der sich dem Ende seiner zweiten Amtszeit nähert, bei der Stimmabgabe. In drei Monaten finden in dem westafrikanischen Land auch Präsidentenwahlen statt.
Talon darf bei der Wahl im April nicht mehr antreten. Sein designierter Nachfolger, Finanzminister Romuald Wadagni, gilt als Favorit. Die Opposition konnte die nötigen Unterschriften für die Aufstellung eigener Kandidaten nicht aufbringen. Talons Amtszeit war von solidem Wirtschaftswachstum geprägt. Kritiker werfen ihm allerdings vor, das Land zunehmend autoritär zu führen. Zahlreiche Oppositionsführer wurden inhaftiert oder gingen ins Exil.
Eine Gruppe von Militärs hatte am 7. Dezember die Absetzung von Talon verkündet. Der Putschversuch wurde mit Unterstützung der nigerianischen Armee und der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich vereitelt. Mehrere Aufständische wurden festgenommen.