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Bewaffneter hatte zwei Ex-Kolleginnen in seiner Gewalt

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Der 60-Jährige wurde überwältigt. Einweisung in psychiatrische Einrichtung wird geprüft.

Ein Bewaffneter hat in Aschaffenburg (Bayern) zwei Frauen bedroht und in seine Gewalt gebracht. Der Ex-Mitarbeiter war am Donnerstag mit einer Pistole in das Büro seiner früheren Firma gekommen, berichtete die Polizei. Nach fast zwei Stunden ließ er seine 44 und 57 Jahre alten Ex-Kolleginnen gehen. Der Mann verschanzte sich im Gebäude, bis ein Spezialeinsatzkommando den Mann überwältigte.

Ein Diensthund biss bei der Stürmung des Gebäudes gegen Mittag den 60-Jährigen und verletzte ihn. Der Mann kam in ein Krankenhaus. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatte das Unternehmen dem Täter gekündigt. Möglicherweise habe es deswegen Streit gegeben.

Der Mann sei gegen 8.00 Uhr in dem Büro aufgetaucht, berichtete der Sprecher. Einer der Frauen gelang es noch, einen Notruf abzusetzen. Die beiden waren nach dem Vorfall äußerlich zwar unversehrt, standen aber unter Schock.

Eine Verhandlungsgruppe der Polizei stand mit dem 60-Jährigen in Kontakt, während er sich verschanzt hatte. Spezialeinsatzkräfte umstellten das Mehrfamilienhaus mit dem Büro im Erdgeschoß. Der polizeibekannte Mann war in einer psychischen Ausnahmesituation, wie es der Sprecher formulierte. Es sollte geprüft werden, ob er nach Behandlung der Bisswunde in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen werden sollte.
 

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