Bischof 
als Geld-
Wäscher

Im Dienste der Mafia?

Bischof 
als Geld-
Wäscher

Der Vatikan wird vom nächsten Skandal erschüttert: Ein hoher Geistlicher hat Millionen Euro an Schwarzgeld gewaschen – für die Mafia?

Finanz-Thriller im Vatikan – bei einer Razzia wurden drei Menschen verhaftet. Unter ihnen ein hoher Geistlicher: Monsignore Nunzio Scarano. Auch dabei: ein Geheimdienstmitarbeiter. Der Vatikan kommt nicht aus den Negativschlagzeilen (s. Kasten).

Geheimdienst-Agent holte Geld und bekam 400.000

Der Krimi im Zentrum der katholischen Kirche könnte direkt aus einem Hollywood-Drehbuch stammen: Es geht um Betrug, Korruption und Schwarzgeld. Monsignore Scarano ist Rechnungsprüfer der ­vatikanischen Güterverwaltung.

Seine illegale Geheimmission: Er musste 20 Millionen Euro aus der Schweiz nach Italien bringen, „für einen Freund“, wie Scarano sagt. Der Geistliche zahlte dem Geheimdienstmitarbeiter 400.000 Euro. Der nahm einen Privatjet und holte das Geld ab.

Scarano landete auch wegen eines zweiten Vergehens in der Zelle. Er soll 600.000 Euro von einem Konto der Vatikanbank ergaunert haben. Das Geld verteilte er an Freunde und bekam dafür Schecks von ihnen. Mit diesen bezahlte er eine Hypothek ab.

Millionen eingefroren
Seit drei Jahren wird gegen die Vatikanbank wegen Geldwäsche ermittelt. Schon bald wurde die Führungsmannschaft entlassen. Millionen Euro aus dubiosen Quellen wurden eingefroren. Die Bank diente vielen Mafiosi zur Geldwäsche. Jetzt nimmt sich der Chef des Problems an: Papst Franziskus will immer über die Vorgänge informiert werden.

Gerüchte gibt es lange, nun gibt Papst Franziskus zu: „Es ist die Rede von einer Schwulen-Lobby. Es gibt sie. Wir müssen sehen, was wir tun können.“ In einem 300-Seiten-Bericht wird von Sexpartys berichtet, von Wohnungen, die extra dafür angemietet wurden. Auch von steilen Karrieren innerhalb des Vatikans, wenn man zur „Lobby“ gehörte. Doch nun will der Pontifex aufräumen, es sollen Rücktritte hoher Geistlicher bevorstehen.

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