Straße von Hormuz

Basta-Ansage: Meloni gegen Kriegsschiffe

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat eine Entsendung italienischer Kriegsschiffe in die Straße von Hormuz ausgeschlossen.  

Ein solcher Schritt würde derzeit "einen Schritt in Richtung einer Beteiligung Italiens am Krieg" bedeuten, sagte Meloni in einem Interview mit dem italienischen Fernsehsender Rete 4 Montagabend. Italien werde nicht in den Konflikt eintreten, betonte sie.

Nach einem Wochenende weitgehender Zurückhaltung äußerte sich die Regierungschefin zur Krise im Golf. Dabei bekräftigte sie die Linie, die sie bereits im Parlament vertreten hatte: Italien werde nicht in den Krieg hineingezogen. Eine ähnliche Position hatte zuvor auch Außenminister Antonio Tajani vertreten.

Meloni sorgt sich um Soldaten

Meloni verwies zugleich auf die Sicherheit der im Ausland stationierten italienischen Soldaten. "Unsere Stützpunkte im Golf sind meine erste Sorge", sagte sie. Italien habe seine militärische Präsenz in der Region reduziert; es blieben nur noch die Kräfte, die für den Betrieb internationaler Missionen notwendig seien.

Die Lage bleibt angespannt. Berichte über weitere Einschläge in der von Italien geführten Basis der UNIFIL in Shama im Südlibanon sowie frühere Angriffe auf Stützpunkte in Erbil im Iran und Kuwait hatten zuletzt die Sicherheitslage verschärft.

Die Regierung in Rom steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit internationalen Partnern. Meloni betonte, sie habe gemeinsam mit den Staats- und Regierungschefs von Kanada, Frankreich, Großbritannien und Deutschland eine Erklärung unterzeichnet, in der sie ihre "tiefe Besorgnis" über die Eskalation im Libanon äußerten und zu Verhandlungen aufriefen. Eine größere israelische Bodenoffensive hätte "verheerende humanitäre Folgen".

Italien arbeite daher daran, "eine Deeskalation zu erreichen, damit der Krieg endet und die Diplomatie zurückkehrt", sagte Meloni. Gleichzeitig habe sie den Partnern der G7 einen Dialog mit dem Golf-Kooperationsrat vorgeschlagen.

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