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Harte Worte

Broder: „Integration der Türken ist gescheitert“

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Der deutsche Publizist geht mit Erdogan-Anhängern hart ins Gericht.

In einem Interview mit der Huffington Post erklärt der Publizist und Autor Henryk M. Broder seinen Standpunkt zu den aktuellen Vorkommnissen in der Türkei und deren Auswirkungen auf im Ausland lebende Türken. Er sieht die Integration der Türken in Deutschland als zum Teil gescheitert an.

Besonders die Anhänger des türkischen Präsidenten Erdogans nimmt er hart in die Kritik. Sie lebten in ihrem „anatolischen Dorf“, so Broder. „ Sie bejubeln einen Führer, einen Autokraten, einen Despoten, einen Demnächst-Diktator, der das Parlament außer Kraft setzt. Das Irrste ist nicht einmal, dass es passiert, sondern, dass es mit Angst und Schrecken verbreitet wird, sodass nur wenige Türken, die hier in Deutschland unter demokratischen Umständen leben, sich trauen was dagegen zu sagen“, meint er.

Er gilt als islamkritisch

Der Mitbetreiber des Blogs „Die Achse des  Guten“ ist für seine islamkritischen Aussagen bekannt. Für ihn hat die Integration der Türken schlicht und einfach nicht funktioniert. „Ich wundere mich, dass wir seit langen Jahren permanent gefüttert werden, wie prima die Integration der Türken geklappt hat. Ich habe das auch lange geglaubt. Wahrscheinlich ist das eine kleine radikale Minderheit, aber 30.000 Leute die auf die Straße gehen, denen sich nur ein paar Dutzend arme Kurden entgegenstellen – das sagt doch schon was. Auch wenn es nur ein Prozent der türkischen Population ist. Sie schüren Angst, sie verbreiten Terror und sie können es offenbar ungestört auf dem Boden der Bundesrepublik tun, weil wir uns nicht eingestehen können, dass deren Integration gescheitert ist.“, sagt er im Interview mit der Huffington Post.

Kritiker, die behaupten, dass Integration allgemein nicht funktioniere, muss er zurückweisen. „Die Integration der Asiaten ist nicht gescheitert, die der Russen ist nicht gescheitert, genauso wenig wie die der Polen“, sagt Broder.

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