Indonesien

Bub raucht wieder 40 Tschick täglich

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Auch Therapie brachte keinen Erfolg. Eltern wissen nicht mehr weiter: "Wir müssen seine Wünsche akzeptieren".

Der kleine Ardi kann es nicht lassen: Der Zweijährige qualmt wieder seine 40 Zigaretten - täglich! Als ein Reporter-Team des TV-Senders CBS in ein Bauerndorf auf der indonesischen Insel Sumatra vordrang, sahen sie Ardi genüsslich eine Zigarette rauchen.

"Wünsche akzeptieren"

Die Eltern scheint dies kalt zu lassen: "Wir müssen seine Wünsche akzeptieren". Ardi - so dessen Eltern - hat sich das Rauchen selbst in einem Zigarettenladen beigebracht. Der Bub bekommt Wutausbrüche und schlägt seinen Kopf gegen die Wand, wenn er keine Zigarette bekommt.

Therapie brachte nichts

Dabei war kurz Hoffnung aufgekeimt. Die Eltern versprachen, ihm das Rauchen abzugewöhnen. Mediziner und Experten kümmerten sich um Ardi. Und mit Hilfe einer Spieltherapie schaffte es der Zweijährige, seinen Zigarettenkonsum von 40 auf 15 Stück zu reduzieren. Doch dieser "Erfolg" war offenbar nur von kurzer Dauer.

Ardi wurde durch ein Video auf dem Video-Portal YouTube bekannt, das den kleinen dicken Buben rauchend zeigt. Der Fall hatte ein Schlaglicht auf die aggressive Werbung von Zigarettenherstellern in Indonesien und anderen Schwellen- und Entwicklungsländern geworfen, die auch Kinder als potenzielle Konsumenten anspricht. Viele Menschen wissen dort nicht, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist.

Vor Ardi hatte bereits der vierjährige Sandi Adi Susanto von der indonesischen Insel Java für Aufsehen gesorgt, der rauchend im Internet gezeigt wurde. In Indonesien rauchen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fast 70 Prozent der Männer, der Anteil der rauchenden Frauen stieg demnach zwischen 1995 und 2004 auf 4,5 Prozent.

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