China verhängte eigene Sonderzölle gegen USA

"Falsche Anschuldigungen"

China verhängte eigene Sonderzölle gegen USA

China wirft USA vor, Stimmung gegen andere Handelspartner zu machen.

Als Reaktion auf die US-Sonderzölle auf chinesische Importe im Wert von 200 Mrd. Dollar (170 Mrd. Euro) hat China am Montag umgehend eigene Extrazölle auf Einfuhren aus den USA im Wert von 60 Mrd. US-Dollar verhängt. Die Zollsätze liegen zwischen fünf und zehn Prozent. Chinas Gegenmaßnahmen sind im Umfang geringer, weil die USA gar nicht so viel nach China exportieren.

Gespräche mit USA vorerst auf Eis gelegt

Die Handelsgespräche mit den USA wurden vorerst auf Eis gelegt. China hat den USA vorgeworfen, mit "falschen Anschuldigungen" Stimmung gegen seine anderen Handelspartner zu machen. Washington wende zudem Zollerhöhungen und "andere Formen der wirtschaftlichen Einschüchterung" an, um China seine eigenen Interessen aufzuzwingen, teilte das chinesische Kabinett am Montag mit.

China und USA mit gegenseitiger Kritik

In einem Weißbuch zum Handelskonflikt, das die Regierung in Peking veröffentlichte, hieß es, China habe die Tür für Verhandlungen immer offen gehalten. Aber Gespräche "können nicht geführt werden, wenn mit einem dicken Zollknüppel gedroht wird". Die USA predigten "schamlos" Protektionismus und wirtschaftliche Herrschaftspolitik, hieß es in dem Weißbuch ferner.

Im Dokument verurteilte China die "Amerika zuerst"-Politik von Trump scharf. Seit dieser im Amt sei, hätten die USA die "Grundnormen des internationalen Austauschs" aufgegeben, nämlich "gegenseitigen Respekt und gleichberechtigte Konsultation". Seitdem herrschten "Unilateralismus, Protektionismus und wirtschaftliche Vorherrschaft".

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