Chinesen erobern dunkle Mond-Seite

Spektakuläre Bilder

Chinesen erobern dunkle Mond-Seite

Nie zuvor konnte eine Landefähre auf der Rückseite des Mondes andocken – China gelang es.

Mondlandungen gibt es seit 1966. Aber noch nie erforschte eine Sonde die dunkle Rückseite des Erdtrabanten. Das erledigten jetzt die Chinesen: Donnerstag um 3.26 Uhr MEZ setzte „Chang’e 4“ präzise auf der erdabgewandten Seite des Mondes auf. In der Region um das Aitken-Becken in der Nähe des Mond-Südpols.

Kurz darauf schickte der Lander bereits die ersten Fotos über den eigens für diese Mission ins All geschickten Satelliten Queqiao zur Erde. Der Chefentwickler des chinesischen Mondprogramms, Wu Weiren, sprach von einem „sehr guten Anfang“: „Wir bauen nun China zu einer Luft- und Raumfahrtmacht aus“, jubelte er.

China plant einen Dauerstützpunkt auf dem Mond

Langfristig. Sonde und Rover müssen nun unter harten Bedingungen funktionieren. Während der Mondnacht, die 14 Tagen auf der Erde entspricht, sinken die Temperaturen auf bis zu minus 173 Grad Celsius. Während des Mondtages, der ebenfalls 14 Tage dauert, wird es bis zu 127 Grad warm.

Ziele. China hat weitere ehrgeizige Ziele in der Raumfahrt: Bis 2021 will Peking eine wiederverwertbare Trägerrakete entwickeln, die mehr Fracht transportieren kann als die NASA und das Raumfahrtunternehmen SpaceX. Außerdem plant China einen Stützpunkt auf dem Mond, eine bemannte Raumstation sowie ein Mars-Fahrzeug.

 



 

 

Gemüse-Zucht am Mond und ein kleines Mond-Dorf

Das Roboterfahrzeug ist entladen und wird jetzt die Oberfläche untersuchen: Wassergehalt, Bodenbeschaffenheit, Strahlung. China möchte herausfinden, ob es möglich ist, Gemüse in einer Mondstation anzubauen. Die Sonde hat deshalb Saatgut dabei. Langfristig soll in der Nähe des Mond-Südpols auch ein Mond-Dorf errichtet werden. Von hier aus könnten dann weitere Weltall-Erkundungen starten.

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